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Vertrauen statt Angst: Wie Geburt wieder werden kann, was sie einmal war.

Heute habe ich einen Gastbeitrag von der lieben Melanie Aring für euch. Sie beschreibt ihren Weg von einer Geburt im Krankenhaus zu einer Hausgeburt. Ich freue mich sehr, ihn mit euch teilen zu können. Denn es schreibt eine echte Mama aus ihrer realen Erlebnisweise heraus und ihre Weg ist meinem dazu auch noch sehr ähnlich!


Los gehts:

Unseren ersten Sohn habe ich in Anwesenheit von bis zu fünf Fachleuten in einem Krankenhaus zur Welt gebracht. Bei unserem zweiten Baby war ich zu Hause und habe diesen Moment ausschließlich mit ihm geteilt.

Wir haben uns heute weit von dem natürlichen Weg entfernt, wie Kinder geboren werden. Statt voller Zuversicht, entspannt, sanft und friedlich erleben viele Frauen die Geburt als beängstigend, überwältigend oder furchteinflößend. Die Angst ist inzwischen tief in unserer Kultur verankert, so dass es als normal oder sogar notwendig angesehen wird, dass Ärzte oder ausgebildete Fachleute bei der Geburt anwesend sind. Und ganz sicher gibt es Geburten, bei denen die heute möglichen Interventionen nötig oder sogar lebensrettend für Mutter und Kind sind. Es ist fantastisch, dass wir diese Möglichkeiten haben. Nichtsdestotrotz gibt es Fälle – und diese bilden aus meiner Sicht  die deutliche Mehrzahl – bei denen all diese Hilfestellungen nicht erforderlich wären, wenn die Frauen sich an ihre natürliche Kraft und Stärke erinnern würden und zu ihrem Vertrauen in sich selbst, ihren Körper und das Baby zurückfinden könnten.

Tatsächlich ist das möglich. Ich habe es erlebt. Mit der Hypnobirthing Methode von Marie F. Mongan, einem entsprechenden Seminar und 12wöchiger täglicher Vorbereitung, war es mir möglich die Ängste loszulassen und die Kompetenz zurück zu erobern, die es mir erlaubt hat mein Kind allein, geborgen und äußerst schmerzarm zu gebären.

Die Art und Weise, wie selbstbestimmt wir unsere Geburt gestalten, hat großen Einfluss auf unser Erlebnis und die Zeit danach. Je mehr wir vertrauen und uns dem natürlichen Prozess von Schwangerschaft und Geburt hingeben können, umso mehr Kraft und Selbstbewusstsein können wir daraus ziehen. Ich hatte das große Glück, an einen Frauenarzt zu geraten, der mich daran erinnert hat. Er hat mir einen entscheidenden Satz mit auf den Weg gegeben, als ich zu ihm kam, um meine Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Ich war noch in den ersten Wochen und konnte es nicht erwarten, den Herzschlag des Babys auf dem Ultraschall zu sehen. Wir waren allerdings einige Wochen zu früh, so dass das kleine Herz noch nicht auszumachen war. Irgendwie fühlte es sich für mich noch so unwirklich an und ich sehnte mich nach der visuellen Bestätigung, dass da tatsächlich neues Leben in mir entstand. Daraufhin sah der Arzt mir in die Augen und sagte knapp: „Na, nun vertrauen sie mal ihrem Kind.“
Dieser Satz hat mich wachgerüttelt. Ja, ich wollte vertrauen. In das Kind, in mich und in die Fähigkeiten meines Körpers, dass diese Geburt leichter werden würde, als die Erste.

Dank einer Freundin, die einige Zeit zuvor mit der Hypnobirthingmethode eine wunderbare Geburt erlebt hatte, kontaktierte ich eine Hypnobirthing Kursleiterin vor Ort und fand in ihr eine wundervolle Begleiterin und wertvolle Unterstützung. Wie ich selbst, hatte sie ihr erstes Kind im Krankenhaus zur Welt gebracht und erst anschließend die Methode von Marie F. Mongan kennengelernt. Ich fühlte mich bei ihr in besten Händen und machte gemeinsam mit meinem Mann ein Seminar bei ihr. Wir erfuhren, wie eine natürliche sanfte Geburt früher ausgesehen hatte und auch heute wieder aussehen könnte. Ich verstand, wie die Angst vor Schmerzen, die Schmerzen verschlimmerte und wie das Begrüßen und Annehmen der Wehen (Wellen), das Hineinatmen, Unterstützen und Entspannen, den Schmerz linderte. Mir wurde klar, dass bei der Geburt ähnliche Hormone benötigt werden, wie sie bei der Zeugung unserer Kinder eine Rolle spielten: Endorphine, wie zum Beispiel Oxytocin oder Serotonin – Bindungshormone und Glückshormone, die zudem Stress und Schmerzen lindern. Ich begriff, dass jede Störung des Geburtsprozesses, wie z.B. die Fahrt in ein Krankenhaus, manuelle Untersuchungen, das Verwenden verstörender oder angsteinflößender Begriffe, Zeitdruck und unbekannte Menschen um uns herum, genau die Hormone blockierten, die für eine sanfte(re) Geburt benötigt werden.

Ich wollte daher dieses Mal eine Umgebung schaffen, in der ich vertrauensvoll, in Ruhe und mit den Energien und Menschen um mich herum, die ich als förderlich und angenehm empfand, mein Baby willkommen heißen konnte. Es war klar, dass ich dieses mal nicht erst irgendwo hinfahren, sondern direkt zu Hause bleiben wollte. Ich fand eine Hebamme, die unsere Hausgeburt begleiten würde und bereitete mich 12 Wochen lang mit täglichen Entspannungsübungen vor. Auf diese Weise konnte ich meinen Körper trainieren und konditionieren, mit Hilfe von Musik, Atmung und speziellen inneren Bildern immer schneller in einen Zustand der tiefen Entspannung zu finden, den ich dann auch unter der Geburt würde abrufen können. Zusätzlich beanspruchten wir zwei Hypnosesitzungen mit Corinna, bei denen unsere individuellen tiefer sitzenden Ängste aufgelöst wurden. Was mir zudem besonders gut gefiel, war die umfassende Einbindung meines Mannes als Geburtsbegleiter. So fühlte nicht nur ich mich kompetenter, sondern auch mein Mann hatte Möglichkeiten mich aktiv zu unterstützen. Geführte Meditationen, Soft-touch-Massagen und bestärkende Formulierungen, die mir Mut machen würden, gehörten zu den Modulen, die wir gemeinsam erlernten und übten. 

Als es schließlich so weit war und unser zweites Baby sich auf den Weg machte, griff ich dieses Mal also nicht zur Kliniktasche, sondern zu Teelichtern, Räucherstäbchen und der Fernbedienung für den CD Recorder. Mein Mann half mir mit einer Meditation und sanften Streicheleinheiten über die erste Angst hinweg, ob alles so klappen würde, wie wir es uns wünschten. Während er sich noch etwas ausruhen wollte (es war gerade halb elf in der Nacht), konzentrierte ich mich auf die Übungen, wendete die Atemtechniken an und konnte mich zwischen den Wellen immer wieder gut entspannen. Tatsächlich erlebte ich nur eine Wehe, die so schmerzhaft war, wie ich sie von meiner ersten Geburt kannte. Beim Versuch mich auf das Sofa zu legen, überrollte sie mich so heftig, dass ich sie nicht veratmen konnte. Sobald es möglich war, sprang ich daher regelrecht auf, um diese offensichtlich ungünstige Position zu verlassen und entschied mich stattdessen für ein warmes Wannenbad. Obwohl ich die Wellen jetzt wieder gut mit meiner Atmung unterstützen konnte, hatte ich das Gefühl, dass die Abstände sehr schnell kürzer wurden. Vorsorglich informierte ich daher unsere Hebamme, dass es wohl nicht mehr lang dauern würde und sie beschloss sich auf den einstündigen Weg zu machen.

Ich schaffte es gerade noch in die Badewanne, als ich von der ersten Geburtswelle (Presswehe) überrascht wurde. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet. Ich fühlte zwischen meine Beine und konnte deutlich die Wölbung des Köpfchens spüren, wie es sich tief in meinen Schoß drückte. Damit es jetzt nicht zu schnell gehen würde, übte ich einen leichten Druck auf die Wölbung aus. So hatte ich noch eine kurze Pause, entspannte mich wieder und ließ los. Bei der dritten Geburtswelle ging ich mit dem ganzen Körper und einem tiefen Atemzug mit und gebar um 1:41 Uhr, 45 Minuten vor Ankunft der Hebamme, unseren zauberhaften Sohn.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl mein Baby selbst und ganz allein in Empfang zu nehmen. Endlich das Geheimnis zu lüften und als Erste zu erfahren, dass wir einen zweiten Jungen geschenkt bekommen hatten, um ihn dann auf meine Brust zu legen. Nur wir zwei und dieses überwältigende Gefühl, dass wir es ganz allein geschafft hatten. Ich war unglaublich stolz auf uns, unfassbar glücklich und zutiefst dankbar, dass wir den Start in sein Leben so himmlisch selbst gestalten konnten. Ein wahrhaftes Geburtstagsfest, wie ich es viel mehr Frauen und ihren Babys wünsche.

 von Melanie Aring

Danke Melanie, dass du diesen zauberhaften Bericht mit uns teilst!

Du möchtest auch einen Kurs, der dies alles möglich macht?
Dann ist das vor Ort in vielen großen Städten weltweit möglich. Mittlerweile gibt es Hypnobithing Kurse auch online. Google wird dir da weiterhelfen 🙂

Wenn du aus Chemnitz kommst, empfehle ich dir natürlich meinen Kurs 🙂 Und für individuelle Geburtsvorbereitung und Geburtsverarbeitung stehe ich auch online weltweit zur Verfügung.

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Schwanger und keine Schokolade? Die zuckerfreie Schokoladen- Lösung braucht nur 3 Zutaten und weniger als 5 Minuten Zeit!

In diesem etwas humorvoll getönten Blockbeitrag möchte ich die schokoladensüchtigen Schwangeren aus ihrer Schockstarre befreien, die sich einstellt, wenn sie von den Empfehlungen des Dr. Louwen (Gynäkologe, Frankfurt am Main) erfahren. Die Lösung besteht dabei aus gerade mal 3 Zutaten und ist in weniger als 5 Minuten zubereitet!

Es ist immer das gleiche Szenario. Im BiB Kurs zur ganzheitlichen Geburtsvorbereitung: Ich sitze mit den 7 Paaren im Kreis in gemütlicher, meist lockerer Atmosphäre zusammen, wir scherzen über dies und das und lernen fleißig, wie wir megacoolen Schöpferinnen des Lebens die Geburt bindungsorientiert, intuitiv, entspannt, ohne vermeidbare Schmerzen und selbstbestimmt meistern. Und dann kommen wir zu dem Punkt „Ernährung“. Da dürfen 2 Hinweise nicht fehlen:

  1. Dr. Louwen empfiehlt 6 Wochen vor der Geburt auf Zucker und Weißmehlprodukte sowie Honig zu verzichten. Dafür sind 2 Gründe zu finden: A) damit das Baby nicht übermäßig groß und schwer ist und B) weil der clevere Körper der bald Gebärenden so ca. 5 Wochen vor der Geburt mit der Produktion von Prostaglandin beginnt. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel (durch Weißmehl und Zucker) hemmt die Produktion dieses Hormons. Wir brauchen es aber für die körperliche Geburtsvorbereitung (die Verkürzung des Muttermundes und erste Wehen). Kurz gesagt:

Zucker und Weißmehl stören
das feine Zusammenspiel der hormonellen Mechanismen der Geburt.

2. Es gibt Studienergebnisse*, die nahelegen, dass der tägliche Verzehr von 6 Datteln im letzten Schwangerschaftsmonat sich positiv auf die Geburt auswirken soll. Hier einige der Vorteile, die in 2 Studien belegt wurden: Die Frauen, die die 6 Datteln brav verspeist hatten,

  • hatten eher spontane Wehen
  • brauchten weniger Wehenunterstützung mit künstlichem Oxytocin (Wehentropf)
  • hatten eine kürzere Latenzphase (8,5 h statt 15,1 h)
  • kamen mit einem weiterem Muttermund zur Aufnahme
  • hatten signifikant häufiger eine intakte Fruchtblase zur Aufnahme

Die Gesichter sind nach diesen Informationen dann meistens in etwa gleich: ein bis zwei bleiben von dieser Botschaft unberührt. Sie ernähren sich wahrscheinlich eh schon so bewusst, dass es keine große Umstellung bedeutet. Jedoch die weit höhere Anzahl der Gesichter ist, sagen wir mal, blass. Ich habe mal versucht, ein paar Varianten von Reaktionen bildlich darzustellen. Wie würdest du gucken?

F steht für das supergeheime Geheimrezept, dass ich hier gleich mit euch öffentlich teile 🙂

Es ist, als würde ich einem Kind sein Lieblingskuscheltier wegnehmen!
Mehrere Wochen ohne Schokolade?!

Ich mach es jetzt sofort wieder gut!
Ich habe mir eine Lösung für dieses ernst zunehmende, die Psyche schwer erschütternde Problem überlegt: einen würdigen Ersatz, der beide Empfehlungen vereint und die Schokoladensucht befriedigt:

Schokoladen-Dattel-Mus!
Ob als Frühstücks-, Zwischendurch- oder Abendgruß-
zu jeder Zeit ein Höchstgenuss!

All you need is: Nussmus, Dattelsirup und Rohkakao

Hier das Rezept:

Man nehme ein Glas Nussmus pur. Ich empfehle für Karamellliebhaberinnen das etwas schlunzige Cashewmus (gibt es bei Rossmann, im dm in den Bioabteilungen oder im Bioladen deiner Wahl). Es geht aber auch Mandelmus oder Haselnussmus. Das ist schlichtweg Geschmackssache. Wichtig: Keine Zusätze, vor allem natürlich kein Zucker!

Nun öffne dieses Glas hingebungsvoll und voller Vorfreude auf den puren Schokoladengeschmack.

Nun kommt die zweite Zutat: Süße! Statt Zucker nehmen wir hierfür nun natürlich die geburtsverschönernden Datteln. Die gibt’s gleich als Sirup ohne weitere notwendige Arbeitsschritte! EInfach nach Bedarf reinlaufen lassen und umrühren.

Zutat Nummer 3 ist Rohkakao. Hier taste dich langsam ran, falls du sonst nur den zuckerhaltigen Kakao a la Nestle kennst. Auch hier gilt- rantasten, welche Dosis dir den höchsten Speichelfluss garantiert, ist die richtige. Wer es richtig schokoladig bis bitter mag, haut 5 Teelöffel ran. Wer einen Hauch von Schokonote bevorzugt, bestäubt die Nuss-Dattel-Masse mit einem Teelöffelchen Kakao. Der Rest finde sich irgendwo dazwischen ein.

Umrühren. Fertig.

Das ganze darf bei Suchtdruck sofort gelöffelt werden. Mit etwas mehr Disziplin darf es auch aufs Vollkornbrot ohne Weizen oder andere Weißmehle aufgetragen werden!

Ich wünsche viele Glücksgefühle beim gesunden Naschen und freue mich über Euer Feedback zum Rezept!

Hast du auch noch ein tolles Rezept für den Zuckerverzicht in den letzten Schwangerschaftswochen oder eine Idee, wie man täglich so viele Datteln gut in den Speiseplan aufnehmen kann, dann lass gern einen Kommentar hier!

Eure Steffi!

Psychologin rundum Bindung, Geburt, Traumaverarbeitung, Elternschaft

*Quellen: Al-Kuran O, et al.: The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. J Obstet Gynaecol 2011. 31(1): 29-31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/21280989/;
Kordi M et al.: Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran J Nurs Midwifery Res 2017. 22(5): 383-387. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29033994

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Das Geheimnis schmerzfreier Geburten.

Gibt es sie wirklich, die Geburten ohne Schmerzen? Muss Geburt nicht weh tun? Kann ich das wirklich beeinflussen?

Du hast eine glückliche Geburt verdient!

Diese Fragen möchte ich euch in diesem Blogeintrag beantworten.

Ob deine Geburt schmerzvoll, schmerzfrei oder irgendetwas dazwischen sein wird, kann dir keiner vorhersagen. Denn jede Geburt ist zutiefst individuell.

Zu diesen individuellen Faktoren gehören zum Beispiel

  • Meine Schmerzempfindlichkeit durch angeborene Faktoren und im Leben gemachte Schmerzerfahrungen
  • Meine Erwartungen und Überzeugungen
  • Meine Anatomie im Verhältnis zum Baby, die Lage des Babys
  • Meine hormonelle Lage unter der Geburt
  • Ob ich Angst oder Stress erlebe oder mich entspannt und sicher fühle
  • Ob ich weiß, wie ich mit dieser einzigartigen Situation umgehen kann oder mich hilflos und ausgeliefert fühle
  • Ob ich Wertschätzung und Respekt erfahre oder nicht
  • Ob ich gut unterstützt werde oder nicht
  • Meine Vorerfahrungen
  • Die Erwartungen und Überzeugungen anderer Anwesender

Ich denke, es wird schnell klar, dass diese vielfältig zusammenwirkenden Faktoren nicht alle beeinflussbar sind. Doch nun die guten Nachrichten:

  1. Studien belegen, dass es weit wichtigere Faktoren als die Schmerzstärke gibt, die darüber entscheiden ob eine Frau mit ihrer Geburt glücklich ist. Die erlebte Selbstbestimmung, also ob sie in Entscheidungen einbezogen wurde oder nicht, ist eines dieser Kriterien.
  2. Viele der individuellen Faktoren aus der Liste oben lassen sich durchaus sehr gut beeinflussen. Und wie das geht, kann jede Frau lernen. Dabei helfen uns die Erkenntnisse der Schmerzpsychologie und andere sogenannte nicht-medikamentöse Methoden zur Schmerzbeeinflussung. Allein unsere kulturell geprägte Erwartung zum Geburtsschmerz hat einen signifikanten Einfluss auf den tatsächlichen Schmerzmittelkonsum unter der Geburt. Dahinter stehen Erwartungseffekte. Sehr bekannt ist der Placeboeffekt. In unserem Beispiel ist es der Noceboeffekt- ich erwarte, dass es weh tut, also interpretiert unser Gehirn eingehende Signale von den an der Geburt beteiligten Strukturen eher Schmerz als bei jemandem, der davon überzeugt ist, dass Geburt nicht mit Schmerzen einhergeht. Hinzu kommt, dass die Schmerzerwartung wahrscheinlich mit einer gewissen Anspannung, wenn nicht sogar Angst einhergeht. Das Gefühl Angst übersetzt sich über Regelkreise im Gehirn in muskuläre Anspannung, setzt Stresshormone frei und greift so in das Geburtsgeschehen ungünstig ein. Dadurch wird nämlich beispielsweise die Ausschüttung unserer körpereigenen Schmerzmittel, welche das Morphium in ihrer Wirkstärke sogar toppen, gebremst. Diese Endorphine wirken am besten, wenn wir uns wohlfühlen und entspannt sind. Wenn wir also eine Wohlfühlumgebung schaffen, eine sichere und leicht abrufbare Entspannungsmethode beherrschen und unser Mindset gut programmieren, sind das 3 wesentliche Voraussetzungen für die Vermeidung unnötiger Schmerzen. Also denjenigen Schmerzen, die durch gute Vorbereitung vermeidbar sind. Auch empfehle ich, belastende Vorerfahrungen (Geburtstraumata) vor einer erneuten Schwangerschaft zu verarbeiten.

Um die Eingangsfragen zu beantworten hier eine kurze Zusammenfassung: Ja, es gibt Frauen, die ihre Geburten schmerzfrei erleben. Nein, sie muss nicht zwingend weh tun. Ja du kannst die Schmerzstärke ohne Medikamente beeinflussen. Nein, es gibt keine Garantie für Schmerzfreiheit, weil die Geburt von sehr vielen, teils unbeeinflussbaren Faktoren abhängt. Viel wichtiger als der Schmerz ist, ob du dich gut unterstützt, orientiert statt hilflos und selbstbestimmt fühlst.

Die wichtigsten Zutaten für gutes Gelingen sind Entspannung, ein natürlich- positives Mindset, Tools (wie kann ich mir selbst helfen), Wissen und ein Wohlfühlesetting mit bedürfnisorientierter Unterstützung. (All das ist natürlich im BiB Kurs enthalten!)

Wenn du Fragen hast zur Geburtspsychologie, die ich in einem Blogbeitrag beantwortet soll, schreib gerne eine Email oder hier in die Kommentare.

Wenn du deine Geburtskraft entfalten möchtest, kannst du gerne in meinen Angeboten stöbern…

Herzliche Grüße, Steffi Reimer

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TRAUMgeburt nach GeburtsTRAUMA? Wie geht das?

„Das mache ich auf keinen Fall noch einmal“

Da war ich mir sicher! Nie wieder schwanger sein und vor allem nie wieder Wehen, Schmerz, ausgeliefert sein, Angst, ausstehen und dann ein Schreikind… Auf keinen Fall. Das waren meine Schlussfolgerungen aus meiner ersten Geburtserfahrung. Trauma hätte ich es nicht gleich nennen können, trotz meines fachlichen Hintergrundes. Ich saß da mit diesem (meinem?) Baby, unterdrückte die Tränen und schaltete auf Funktionsmodus. Die Schreie der drei anderen Frauen, die in meinen 30 Stunden Wehen alle ihre Babys geboren hatten, hallten auch noch in meinem Kopf, als ich schon zu Hause war. War ich traumatisiert?

Woran erkenne ich eigentlich ein Trauma? Wichtig zu wissen: Ein Trauma ist ein Erlebnis außergewöhnlicher Bedrohung, das bei fast jedem ein Gefühl tiefer Verzweiflung, Angst oder Hilflosigkeit auslösen würde. Doch diese Definition ist fragwürdig. Viel entscheidender ist, ob ich während des Erlebnisses verzweifelt bin, mich ausgeliefert und hilflos fühle oder starke Angst, oder?

Aber sind solche Geburten nicht normal? Ungeahnte Schmerzen, „über die eigenen Belastungsgrenze kommen“, allein gelassen werden, „reißen sie sich zusammen!“, Angst, Wehentropf ohne Einverständnis. Die Zahlen für erlebte Gewalt unter der Geburt ist erschreckend hoch.

In meiner Tätigkeit als Geburtsverarbeitungspsychologin berichten mir Frauen meistens eins oder mehrere der folgenden „Symptome“:

  • Sie versuchen möglichst nicht über die Geburt zu sprechen, an sie zu denken und vermeiden es auch, den Ort wieder aufsuchen zu müssen
  • Sie unterdrücken Ihre Tränen und Traurigkeit.
  • Sie fühlen sich als schlechte Mutter, Versagerin und Schuldgefühle quälen sie.
  • Wenn eine erneute Schwangerschaft ansteht, klopft die Angst an.
  • Sie sind gereizter als früher, vielleicht schreckhafter, haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, vielleicht gibt es sogar Wutausbruche.
  • Bilder oder kleine Filmsequenzen der Geburt können sich ungewollt aufdrängen, am Tag und in Form von Alpträumen.
  • Wenn andere Frauen von ihren Geburten berichten, beschleicht oder übermannt sie ein ganz unangenehmes Gefühl und die wollen am liebsten aus der Situation fliehen.
  • Gefühle des Mutterglück lassen auf sich warten.

Ich war wie gesagt irgendwie am Funktionieren. Mein Kind war eine Mischung aus high need Baby, hochsensibel und Schreibaby. Fast 9 Jahre später bin ich stolz auf das, was ich damals geschafft habe. Damals hatte ich Zweifel an mir: hatte ich meiner Tochter mit meiner Angst vor der Geburt einen gesunden Start ins Leben versaut? War der Kaiserschnitt meine Schuld?

Irgendwann wusste ich, dass ich diese Geburt verarbeiten muss und will. Für mich, für mein Kind, für unsere Beziehung, um eine bessere Mama sein zu können, um von meiner vorschwangerschaftlichen Ausgeglichenheit wieder etwas zurück zu bekommen. Und der Schritt fiel mir sehr schwer. Ich suchte mir eine kompetente Kollegin (Verhaltenstherapeutin mit Zusatzqualifikation in Hypnose und EMDR) und stellte mich meinen Gefühlen, meinen Gedanken, meinen Erfahrungen.

Und es änderte sich… wieder mehr Ruhe, mehr Geduld, eine neue Sichtweise auf das Erlebte. Frei von Schuldgefühlen. Ich wollte deswegen immer noch kein zweites Mal gebären. Doch ich wurde schwanger. 6 Jahre später. Und nun erwachte eine feste Vornahme in mir.

„Diesmal muss es besser werden. Diesmal bereite ich mich vor. Vor allem psychisch.“

Ich suchte Antworten auf die Fragen: Kann ich das Geburtserlebniss beeinflussen? Wie kam es zu dem Geburtsstillstand? Was braucht eine Geburt im Allgemeinen und was brauche ich, damit sie möglichst kurz, angenehm und selbstbestimmt ablaufen kann. Und ich fand so viel mehr Antworten als ich erhofft hatte. Ich entwickelte eine Methode, um mich zu entspannen, nutzte meine eigenen Affirmationen, baute Wissen über die Geburt auf und blieb laaaange zu Hause. Diese Geburt war meine persönlich weltbeste Geburt. Ich bestimmte über mich, ich war verbunden mit meinem Baby und in den Armen meines Mannes geborgen. Ich vertraute meinem Körper und der Natur und meiner Intuition. Ich tönte wie eine Löwenmutter die mich durchrollende Geburtskraft ohne Scham, aber voller Überraschung hinaus. Ich spürte sogar das Babyköpfchen. Bis es sich nicht mehr weiter bewegte. Trotz urkräftiger Wellen, trotz Positionswechsel. Irgendwann wusste ich, wir brauchen Hilfe. Und die gab es auch. Und diesmal war es ein für mich nachvollziehbarer Kaiserschnitt. Nichts, wofür ich mich schämen muss. Ich hatte alles getan, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. Die erste Untersuchung im Krankenhaus war also mit vollständig geöffnetem Muttermund und das erste Mal, dass ich einen Schmerz empfand. Die Ärztin war vom eher robusten Typ. Ich sah mein Baby gleich nach der Bauchgeburt, hörte den ersten Schrei und verliebte mich in ihn beim ersten Anblick. Ich war glücklich und bin es bis heute. Meine Beckenanatomie hatte mich zu den wenigen Frauen gemacht, die der Geburtsmedizin sehr dankbar sein darf. Ich bin dankbar, den Unterschied zwischen einer herkömmlichen und einer psychologischen/ mentalen Geburtsvorbereitung erlebt zu haben. Immerhin 5 statt 30 Stunden Wehen. Kein Schmerz statt unerträglicher Schmerz. Selbstwertgefühl statt Schuld und Scham. Jede Geburt ist zutiefst individuell. Jede Frau hat schließlich ihre ganz eigene eigene (kein Fehler!) Geburt, ganz eigene Anatomie, ganz eigenes Schmerzempfinden, findet unterschiedliche Arten zu Tönen hilfreich oder versinkt sich in Stille, tanzt oder singt lieber, ist lieber im Wasser oder an Land. Die eine entspannt sich mit Atmung, die andere über Hypnose, die dritte meistert ihre Wellen in Achtsamkeit, die vierte über den Kopf mit Affirmationen.

Aber drei Dinge sind unabdingbar für eine Traumgeburt nach einem Geburtstrauma:

  1. Die Verarbeitung der Traumafolgen.
  2. Wissen (was brauche ich, wen brauche ich, wo fühle ich mich sicher und geborgen)
  3. Fähigkeiten (entspannen, vertrauen, intuitiv handeln oder auch zulassen, loslassen, mitgehen)

Für mich sind diese Erfahrungen so prägend gewesen und ich sehe auch, wie der Start ins Leben meine Kinder für ihr Leben geprägt hat, dass ich den unbändigen Drang verspürte, für andere Frauen ein Angebot zusammenzustellen, dass ihnen meine unangenehmen Erfahrungen erspart oder sie genau da abholt, wo ich auch mal stand. Mit Verständnis, Wertschätzung und dem fachlichen Werkzeug im Kopf gründete ich daher BIRTHinBALANCE mit einer Weiterentwicklung der Hypnobirthing Methode, mit unkomplizierter und schneller Hilfe nach traumatischen Geburten und Möglichkeiten, das auch online zu machen. Anfangs hatte ich da Zweifel, denn ich hatte Erfahrung mit Psychotherapie in Kliniken, im ambulanten Setting, aber online? Sollte das funktionieren? Viele Sitzungen später online und vor Ort kann ich diese Sorgen beruhigt abhaken. Die Frauen haben bisher einstimmig Ihre Ziele erreicht und können unbeschwert über ihre Geburten sprechen, sich auf neue Schwangerschaften einlassen und Schuldgefühle hinter sich lassen. Die letzte Email nach dem letzten BiB Kurs zur Geburtsvorbereitung hat mich bedonders berührt. Eine Frau, die ihr erstes Kind durch Kaiserschnitt entband und wegen Beckenendlage beinahe wieder auf die Erfahrung des Gebärens hätte verzichten sollen. Sie berichtete von einer glücklichen Geburt im Geburtshaus. Nicht schmerzfrei, aber superglücklich und selbstbestimmt. Eine Erstgebärende schrieb von ihrer zweistündigen Geburt in Entspannung. Und ich bin so happy, dass ich die BiB Methode nun dieses Jahr zum ersten Mal als Ausbildung anbieten kann! Mehr Kursleiter bedeuten nämlich auch mehr Frauen, die vor Ort Zugang haben zu den wertvollen Techniken in eine glückliche Geburt–ob mit oder ohne Schmerzen, ob laut oder leise ❤️😊❤️

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HypnoBirthing Kursleiterausbildung 2020? BiB Kursleiter werden

Steffi Reimer, Diplom-Psychologin

Ob Hypnobirthing, Positive Birth, das etwas spirituellere FlowBirthing und wie sie alle heißen- sie alle haben ein Ziel: Frauen zu einem möglichst positiven, selbstbestimmten Geburtserlebniss aus eigener Kraft begleiten. Es gibt einige große und kleine Nuancen zwischen den Konzepten. Zum Beispiel ob der Kurs nur für Frauen oder für Paare ist, ob die Ausrichtung eher spirituell oder fundierter ist. Bei all der Auswahl hatte ich mich 2018 entschieden, mich in dem Urkonzept dieser Methoden ausbilden zu lassen. Ich fand 2 Ausbildungswege- direkt bei der HBGE (Hypnobirthing Gesellschaft Europa) und bei einem Institut in Deutschland, wo der Preis entschieden höher (2600€ zu 1500€), der Unterschied zwischen den Ausbildungen jedoch nicht allzu groß schien. Eher eine Kopie mit Änderungen, so schien es mir bei der Lektüre beider Bücher. Also entschied ich mich für das Original nach Marie Mongan bei der HBGE.

Und ich habe das nicht bereut. Sydney Sobodka hat uns damals in Berlin 4 Tage lang eine didaktisch gute und abwechslungsreiche Ausbildung geboten. Es ging viel um Hypnose und wir lernten die Kursinhalte kennen. Es war eine angenehme Atmosphäre. Erst im Nachhinein merkte ich, dass bis zur Umsetzung des Vermittelten in Form eines eigenen Kurses viel Arbeit auf mich wartete. Sehr viel. Durcharbeiten, auswendig lernen und hier und da hatte ich so meine Schwierigkeiten, mich an das vorgegebene Konzept zu halten. Ich bin Diplom-Psychologin und habe ein paar Jahre in der Schmerztherapie gearbeitet. Nachdem ich auch noch die Grundausbildung in Hypnose gemacht hatte, bemerkte ich, dass dieses Konzept einfach schon an einigen Stellen zu alt ist und in den Jahren seit 1990 kein Update mehr erfuhr. Das biss sich mit meinem Anspruch, Frauen von neuen Erkenntnissen profitieren zu lassen. Über die verschiedenen Kurse hinweg, nach vielen von Teilnehmern ausgefüllten Feedbackbögen und Geburtsberichten, nach vielen Sitzungen mit Mamas zur Geburtsverarbeitungen (nicht nach meinem Kurs) und immer mehr Hinzupacken von neuen, wissenschaftlich als wirksam bestätigten Methoden und Weglassen von Tools, die die meisten als unbrauchbar erlebt hätten, bemerkte ich, dass ich vom ursprünglichen Konzept ein ganzes Stück weggekommen war. Ich möchte Geburt als ganz buntes Erlebnis von schmerzhaft bis orgasmisch, von leise bis inbrünstig laut vermitteln, die Intuition jeder einzelnen Frau herauskitzeln, auf dem aktuellen Stand der Erkenntnisse arbeiten, das Paar und die Familienbindung stärker betonen und das wertvolle Tool der Achtsamkeit einbauen. Das sind nur einige Beispiele von einer langen Liste von Veränderungen, die sich aus Wissenschaft und Praxis seit meiner Ausbildung zur Hypnobirthing Kursleiterin ergeben haben. Auch gefiel es mir nicht dass ich für jedes Kurspaar die Hypnobirthing Bücher bestellen musste. Nur dazu gab es dann den Link zu den Audios für jedes Elternpaar. Alles für mich persönlich zu kompliziert und mit weiteren Kosten verbunden. Ich habe mich dann entschlossen, mich nicht rezertifizieren zu lassen. Ich überarbeitete den Kurs, entwickelte ein Audio zum Kurs, indem mehr Tools mit weniger Zeitaufwand trainiert werden können und ein Audio, das die Gebärende mit in die Geburt nimmt und dank eingebauter Anker so viel leichter alle wichtigen Techniken von Entspannung, Imagination, Achtsamkeit, Teamwork mit dem Baby bis zu den Atemtechniken tatsächlich anwenden kann.

Und in einem nächsten Schritt wollte ich nun eine Ausbildung schaffen, die qualitativ hochwertig ist, sich mit einem bestehendem Berufsleben und Kindern vereinbaren lässt und die für mich unschönen Aspekte meiner Ausbildung durch gute Alternativen ablöst.

Dabei herausgekommen ist eine Mischung aus Online Videos für die Wissensvermittlung, kombiniert mit einem Präsenzwochenende für die Kurspraxis. Ich möchte, dass die Teilnehmerinnern danach ihren ersten Kurs halten können und die dabei aufkommenden Fragen in einer individuellen Supervision geklärt werden können. Ich möchte, dass wir als eine Gemeinschaft von Frauen für Frauen und werdende Papas zusammenwachsen. Das Konzept soll auch zukünftig von neuen Erkenntnissen, Kursleitererfahrungen und Teilnehmerfeedbacks bereichert werden.

Wenn auch du Teil dieser Gemeinschaft zur Verbesserung der Geburtserfahrung, der Stärkung der Frauen und für sanfte Starts ins Babyleben sein möchtest, dann kannst du deine Bewerbung ab sofort an Steffi Reimer von BIRTHinBALANCE senden.

Werde zertifizierte BIRTHinBALANCE Kursleiterin! Hier mehr erfahren.

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Was gibt es Schöneres?

Ich bin nun seit ein paar Monaten auf diesem Weg unterwegs… der Weg, der meine Berufung noch einmal herzzentrierter werden ließ.

Der Weg, auf dem Wissenschaft, Studium, Ausbildung, Weiterbildung und Herz sich an die Hände nahmen, um etwas Neues zu formen.

Der Weg, den ich wie eine unsichtbare, aber spürbare Strecke vor mir auftut und der seine wunderschöne Gestalt mit jedem Schritt sichtbar werden lässt.

Es ist die Vereinigung von Wissen und Seele, von Herz und Kopf und es kann nur richtig sein, wenn in so kurzer Zeit ein Stein ins Rollen kommt und so viele nach sich zieht, dass daraus schon eine kleine Brücke gebaut werden könnte.

Es ist die Brücke über den Fluss, der den Übergang zwischen meinem Leben vor dem Mut und die Fortsetzung dieses Lebens nach dem Mut kennzeichnet.

Und die Belohnung für diesen Mut: die ist weit ab von monetären Gütern einfach unbeschreiblich.

Hier ein kleiner Einblick von Feedbacks, die meine KlientInnen öffentlich gemacht haben:

Das ist für mein Herz und meine Seele so viel mehr Wert, als einfach arbeiten gehen, um Äpfel kaufen zu können.

Ich bin so beseelt von diesen tiefgehenden Herzensmomenten in meinen Kursen und Coachings.

Und es ist etwas dran, ihr Lieben: Wenn du deinen eigenen, deinen ganz persönlich richtigen Weg gehst, d a n n geht etwas Magisches von dir aus und zieht wie ein Magnet andere stimmige Puzzelsteine an.

So durfte ich im Podcast Mutterinstinkt ein Interview geben.

Ich habe im unerzogen Magazin einen Artikel zum Geburtsschmerz geschrieben.

Ich bin eingeladen worden, um im kommenden Jahr auf einem bindungsorientierten Familienfestival Workshops anzubieten…

In meinem Kopf sprudeln viele Ideen, die auf ihren Moment Zeit warten, um ins Leben geholt zu werden.

Die Erfolgsquote von Geburten im Glücksrausch mit den BiB Methoden liegt bei 90% … mehr geht nicht! Das zeigt, dass die BIRTHinBALANCE Methode, die neben Hypnobirthing die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu schmerzarmen, glücklichen und sicheren Geburten der letzten Dekaten integriert… das volle Potenzial weiblicher Geburtskraft freisetzen kann.

Es hat sich aber auch gezeigt, dass es gewisse Voraussetzungen braucht, damit es gelingt:

1. Im Kurs oder Coaching braucht es Bereitschaft, ins eigene Herz zu gehen und sich auf die Meditationen und Übungen einzulassen.

2. Frauen müssen die Verantwortung für ihre Geburt selbst übernehmen und sich von dem Gedanken, dass das Krankenhauspersonal diese Verantwortung für sie tragen kann, verabschieden.

3. Üben: umso regelmäßiger, umso besser!

Wenn dann das Schicksal dir hold ist und du nicht zu den 5-10% Frauen gehörst, bei denen die Medizin dein Helfer in der Not werden muss, dann darfst du deine beste Geburt im Glücksrausch erleben.

Und wenn nicht, dann kann ich nur empfehlen, das Erlebte sanft heilen zu lassen… mit der Zeit, der Liebe oder mit mir natürlich 🙂

Und auch meine KlientInnen, die wegen ganz anderer Themen zu mir kommen, berühren und bereichern mich jede auf ihre ganz eigene Weise.

Und inzwischen hat auch mein Audiotraining zur mentalen Geburtsvorbereitung zur Revolutionierung des allzu angstbesetzten Geburtsimages beigetragen. Die Mamas beschreiben mir in Emails ihre tollen, heilsamen und kraftvollen Geburtsreisen.

Großer Dank gilt hier meiner lieben Freundin Ulli, die mit ihrem Piano einen Anker komponiert hat, der im Audio den Abruf der erlernten Entspannung und Techniken im Moment der Geburt noch viel schöner und leichter macht.

In tiefer Dankbarkeit an meinen Mut und meine KlientInnen sowie alle, die mich auf diesem Weg unterstützen!

Steffi Reimer

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Resümee – ist Geburt beeinflussbar?

Es ist Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Nachdem ich nun mit den verschiedenen Angeboten von Kursen und Einzelcoachings bereits einige Frauen und Paare in und nach ihren Schwangerschaften begleiten durfte, möchte ich Euch an den Rückmeldungen teilhaben lassen.

Erstmal ganz grundsätzlich: ja, es funktioniert nicht nur bei mir! Die Geburtsvorbereitung, sofern sie gut ist, ist ein entscheidender Faktor für das Erlebnis Geburt. Hier also ein paar Zitate von meinen TeilnehmerInnen:

Entspannung, Bindung, Intuition und Vertrauen.

“Ich bin so glücklich, damals deinen Flyer gefunden zu haben und diesen Fünkchen Hoffnung, dass ich meine Geburt beeinflussen kann, ernst genommen habe. Auch wenn ich es mir noch nicht wirklich vorstellen konnte.“


“Schade, dass der Kurs schon vorbei ist. Das ist so eine entspannte Auszeit vom Alltag.“


“Ich fühle mich total gestärkt und bin ins Selbstvertrauen gekommen.“


“Ich weiß jetzt, wie ich meine Frau unterstützen kann und muss nicht wieder so passiv und blöd daneben stehen und hilflos den Geschehnissen zusehen.“ (ein Papi)

Gemeinsam Geburt erleben und gestalten.


“ Das war die beste Investition des letzten Jahrzehnts für uns!“

“Das musst du dir patentieren lassen!“ -> Erkläre ich dir natürlich, diese Aussage meines letzten Exklusivkurspaares: mein Angebot basiert auf dem Hypnobirthingkonzept von Marie Mongan und ist somit zigtsausendfach bewährt bis ins englische Königshaus. (Kate gebar mit dieser Methode). Daher hören meine Eltern von mir im Kurs manchmal folgenden Satz: “Das ist jetzt nicht Hypnobirthing original, das ist von mir.“ Dabei handelt es sich um Wissen und Methoden aus der Schmerzpsychologie und Psychotherapie. Zum Beispiel erlebt ihr bei mir die vorgeburtliche Bindung nochmal tiefer und intensiver als im Original und die Möglichkeiten der Schmerzbeeinflussung sind auf den Stand der gegenwärtigen Forschung aktualisiert. Das tut einfach Not aus meiner Sicht, wird aber von den Hüterinnen der Hypnobirthingmethode bislang nicht angestrebt.

Ein Problem, das mir begegnet und das ich nicht verheimlichen möchte (denn Transparenz ist mein Anspruch) ist, dass die Mamas sich zu wenig Zeit nehmen, um die Übungen zu vertiefen. Das liegt oft daran, dass bereits Kinder da sind oder sie zu der Sorte Helfermenschen gehören, die auf ihrer ToDo Liste selbst ganz unten stehen. Zum einen möchte ich Euch ermutigen, euch selbst einen höheren Stellenwert in eurem Leben zu geben. Ihr dürft euch genauso viel Wert sein, wie andere. Und wenn das nicht geht, dann sorgt für euch, um für die anderen wirklich präsent sein zu können. Eine Auto fährt auch nur, wenn es betankt ist und auch wenn diese Analogie etwas blechern ist, sie trifft es auf den Punkt. Für wen das zu schwer ist, gibt es noch meine miniMAX-AUDIO Methode. Eine Audio mit 10Techniken zur Geburtsvorbereitung. All inklusive könnte man fast meinen. Sie ist natürlich nicht so umfangreich im Wissensaufbau wie 12 Stunden Kurs mit Erklärungen und Übungen. Diese Variante ist gedacht für die Frauen, die mehr Zeit nicht aufbringen können oder wollen und dennoch nicht an Intensität der Übungstiefe einbüßen wollen.

Eine Mama, die sich selbst vergisst, vergisst 2Dinge: 1.Ihre Kinder lernen an ihrem Vorbild. 2.Ihr Akku wird schwach werden.

Das Audio gibt es als allgemeine Variante oder in Kombination mit einem Einzelcoaching- dann bekommst du ein Audio, das ganz auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mehr dazu unter Einzelcoaching in meinen Angeboten.

Ein anderes Thema, das mir begegnet sind die -sagen wir mal- immer noch auftretenden suboptimalen Erfahrungen, die Paare unter der Geburt in Krankenhäusern machen müssen. Allein gelassen, wie ein Objekt behandelt, abfällige Bemerkungen statt Unterstützung beim Stillen… nein ich möchte weder global urteilen noch Angst oder Vorurteile schüren. Denn es gibt ja zum Glück auch vieeele superfachkompetente und sozial kompetente Menschen im Spital. Das Problem: vorher weiß man ja nicht, wem man da begegnet. Und die lieben Hebammen leiden auch unter dem Verhalten ihrer kratzbürstigen Kolleginnen. Am Ende schadet dies dem Ruf der ganzen Station. Nun ist die Entspannung der Gebärenden jedoch Voraussetzung für eine angenehme und reibungslose Geburt. Warum? Wegen der Hormone. Stresshormone stören die Geburtshormone beachtlich und hemmen beispielsweise die Wehentätigkeit oder die Entspannung der Gebärmuttermuskulatur, die den Weg frei geben muss für das Baby. Diese Ringmuskulatur erschwert die Geburt und es wird unnötig schmerzhaft, wenn die Mutter sich nicht entspannen kann. Daher möchte ich die Möglichkeit einer Beleghebamme erwähnen. Dann weiß FRAU, woran sie ist. Dann können Wünsche, persönliche Besonderheiten u.ä. schon vorher besprochen werden und die Hebamme ist wirklich für euch und nicht noch parallel für andere da. Die Wissenschaft hat längst gezeigt, dass diese Kontinuierliche Begleitung von Anfang bis Ende durch eine Hebamme die WERTVOLLSTE Möglichkeit ist, Geburt sicher, natürlich und angenehm werden zu lassen.

Diese und viele andere Zusammenhänge erkläre ich euch im Kurs. Denn soziale Faktoren, biologische Prozesse und unser Erleben sind untrennbar. Daher ist es clever, diese Zusammenhänge zu kennen und für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Mach deine Geburt zu deiner Traumreise! 90% hast du in der Hand! Und auf die 10%Prozent Schicksal bereite ich dich auch noch vor. Oder eben nach.

Herzlichst, Steffi

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Authentischer Geburtsbericht

Ich freue mich, dass ich für Euch heute wieder einen Geburtsbericht veröffentlichen darf. Er ist von Ilka aus Chemnitz- ich kenne sie (noch) nicht persönlich, aber sie war so lieb, ihre ganz eigene Geburtsgeschichte aufzuschreiben und für Euch zum Lesen freizugeben. Herzlichen Dank!!!

Sie hat wie ich keinen Kurs besuchen können, aber dennoch ein paar Hypnobirthingelemente genutzt. Wichtig anzumerken meinerseits ist, dass dadurch ganz wichtige Inhalte, Techniken zur Blockadenlösung (Ängste, hinderliche Gedanken, Vorerfahrungen), Übungen für die Schwangere und den Geburtsbegleiter, Hypnosen und die nicht zu unterschätzende Kursdynamik fehlen. Nichtsdestotrotz können schon das Buch und die Atemtechniken sehr hilfreich sein. Lest selbst: 

Hypnobirthing in Eigenregie – ein Erfahrungsbericht von Ilka

Als ich schwanger war tauschte ich mich viel mit einer Freundin aus, die bereits Mutter war und dabei ging es auch um das Thema Angst vor der Geburt. Sie brachte mich in Kontakt mit dem Thema Hypnobirthing. Ich machte mich damals auf die Suche nach einem Kurs, konnte aber im Umkreis nichts finden. Mir blieb also nichts anderes übrig als per Buch und Youtube in das Thema einzusteigen. Ich bin ein Mensch der generell offen ist für Selbstheilungskräfte und Entspannungstechniken, daher hatte ich wenig Schwierigkeiten mich mit dem Gedanken anzufreunden, dass auch eine Geburt zumindest leichter werden kann durch Atmung und Konzentration. 

person s tummy and hand

Ich habe das Buch intensiv gelesen, die dazugehörige CD verwendet, bin aber schnell auf meine eigene Musik und Hypnobirthing-Videos bei Youtube umgestiegen. Der Tag der Geburt rückte unaufhaltsam Näher und schon das Gefühl, dass ich selbst zumindest einen Einfluss auf das haben kann was geschieht nahm mir die Angst. Meine Tochter kam plötzlich und 8-12 Tage vor dem eigentlichen Termin. Ich lag bereits um 23.30Uhr im Bett und hatte eine Stunde geschlafen, als ich einen Blasensprung bekam. Ich blieb entspannt und ging erstmal duschen, da ich keine Wellen hatte. Ich bat meinen Freund im Krankenhaus anzurufen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wir sollten uns in Ruhe fertig machen und kommen. Ich wurde dort erstmal aufgenommen und da weiterhin keine Wellentätigkeit vorhanden war entschieden wir, dass mein Freund erstmal wieder Heim fährt und ich ihn informiere, falls sich etwas ändert. Mein Lebensgefährte wusste zwar, dass ich mich mit der Geburt befasst hatte, aber nicht mit welchen Praktiken, da er weniger offen ist für solche Dinge als ich und ich mich irgendwie nicht traute ihm mein Vorhaben zu unterbreiten (ich wollte nicht, dass er es nicht ernst nimmt oder es mir ausredet). Gegen 2Uhr fuhr er und er war noch nicht am Auto, da kam die erste Welle. Gleich mit Abständen von 8 Minuten. Laufen war in diesem Moment schon unangenehm und da der Stuhl im Zimmer wo die Wellen kontrolliert wurden so bequem war, fragte ich, ob ich dort bleiben darf. Erst schaute ich ein paar Minuten Fernsehen, aber das lenkte mich zu sehr ab. Es war der 01. Juni und es sollte ein sehr warmer, schöner Sommertag werden. In dem Zimmer war ein Fenster auf und ich konnte die laue Luft fühlen, sehen wie sich der Tag ankündigte und die Vögel gaben für mich und meine Tochter ein kleines Konzert.

white and black bird perched on person s hand

Die künstliche Beleuchtung hatte ich ausgeschaltet. Ich konzentrierte mich auf diese wohlige, natürliche Stimmung, legte meine Hände auf meinen Bauch und entspannte mich. Ich sprach meiner Tochter gut zu und sagte ihr, dass sie keine Angst zu haben braucht und wie sehr ich mich auf sie freue. Ich hatte immer das Bild der sich öffnenden Blüte vor Augen und konzentrierte mich auf die Atemübungen. Ich hatte zwar Wellen in kurzen Abständen (wie kurz weiß ich nicht, da ich mich nicht darum gekümmert habe), aber es war sehr gut auszuhalten. Ab und zu kam eine Schwester vorbei um nach mir zu schauen, da man von mir keinen Mucks hörte. Ich hatte darum gebeten, dass man meinem Freund sagen soll, dass er gegen 6Uhr wieder da sein soll. Er kam pünktlich und man kündigte uns an, dass wir bald in den Kreißsaal gehen sollten. Gegen 7Uhr war es soweit. Eine Hebamme kontrollierte den Fortschritt und war erstaunt, dass mein Muttermund schon zur Hälfte geöffnet war, obwohl ich so unauffällig und ruhig in meinem Zimmerchen gesessen hatte. Von nun an wurde alles etwas turbulenter. Durch den Umzug in den Kreißsaal wurde ich aus meiner Tiefenentspannung geholt. LEIDER. Ab jetzt waren die Geburtsschmerzen deutlich zu spüren. Ich bekam einen Einlauf und musste auch ein sanftes Schmerzmittel nehmen, weil die Schmerzen doch sehr plötzlich deutlich stärker waren. Ich wurde zum ersten Mal Mutter und hatte noch nicht das Selbstbewusstsein zu widersprechen, daher machte ich mit was mir gesagt wurde. Mein Freund war toll, er kühlte mir die Stirn, machte mir Mut und hielt meine Hand. Zwei Stunden und 19 Minuten nachdem wir in den Kreißsaal gekommen sind erblickte meine Tochter das Licht der Welt. Ich musste weder geschnitten, noch genäht werden, lediglich eine minimale Dammschürfung blieb zurück, die problemlos heilte. Ich bin heute überzeugt, dass mir meine Vorbereitung diese kurze und „angenehme“ erste Geburt beschert hat. Es haben alle einen tollen Job gemacht, dennoch bin ich der Meinung, dass es für mich noch sanfter und reibungsloser gegangen wäre, wenn ich einfach in dem Zimmer in meiner Konzentration geblieben wäre und das Hypnobirthingkonzept bis zum Ende durchgezogen hätte. Das Selbstbewusstsein, das vor erfahrenen Hebammen zu vertreten, hätte mir ein Kurs mit Sicherheit geben können, weshalb ich auch bei einer weiteren Schwangerschaft unbedingt einen Kurs in Betracht ziehen würde.

Ilka aus Chemnitz

Mein nächster und einziger Sommerkurs findet im Juli statt. Termine findest du hier

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Kritik am Hypnobirthing Teil 2:

Nachdem ich mich zum meist gehörten Skeptiker-Argument: „Hypnobirthing ist Esoterik“ im ersten Teil zur Kritik am Hypnobirthing ausführlich geäußert habe, folgt nun der zweite Teil mit folgenden Kritikpunkten:

  1. Die Frauen werden in der Klinik von der Realität geschockt.
  2.  Hypnobirthing macht Stimmung gegen Kliniken. 
  3. In Hypnose bin ich willenlos und ausgeliefert.
  4. Hypnobirthingfrauen dürfen nicht pressen. 
  5. Hypnobirthing ist nur Hypnose, Atmen und Visualisieren. Da fehlt der Körper. 
  6. Hypnobirthing bringt dir viele Techniken bei und am Ende weißt du gar nicht, was du machen sollst.

Zu 1. und 2.: Hypnobirthing trifft Realität und macht Stimmung gegen Kliniken:

Hypnobirthing so: Im Buch von Marie Mongan liest man von einer sanften, schmerzarmen bis schmerzfreien Geburt, selbstbestimmten Entscheidungen und Frauen, die nicht pressen, sondern das Baby hinausatmen.

Realität so? Auf der anderen Seite gibt es Aktionen wie den roses revolution day: Ein Tag Ende November, an dem Frauen, denen Gewalt unter der Geburt angetan wurde, eine Rose vor die Kreißsaaltür legen können, um ein Zeichen zu setzten gegen Gewalt in der Geburtshilfe. Und es gibt Hebammen, die in ihrem ganzen Berufsleben noch keine Gebärende ohne Schmerzen gesehen haben sollen.

Wer hat denn nun recht?

Die Antwort lautet: keiner und jeder. Denn all diese Varianten von Gewalt unter der Geburt, die jede Frau schockieren kann (unabhängig von der Vorbereitung) bis achtsam begleitete Geburt im Krankenhaus sowie von schmerzhaften bis schmerzfreien Geburten ist ALLES möglich.

Als Schmerzpsychologin sei mir folgender Hinweis gestattet: Eine Hebamme, die den Frauen im Geburtsvorbereitungskurs vorhersagt, dass sie heftige Schmerzen erleiden wird unter der Geburt, macht sich wahrscheinlich in just diesem Moment zum Mitverursacher dieser späteren Erfahrung. Man nennt das den Rosenthaleffekt.

Hypnobirthingmütter können also tatsächlich von einer sehr unsanften Realität eingeholt werden, wenn sie denn an Personal geraten, dass Ihnen respektlos, entmündigend oder einfach völlig erschöpft und vielleicht gereizt (Stichwort Hebammenmangel) gegenübertritt. Daher wird im Kurs durchaus aufgeklärt über übliche Routinen im Krankenhausalltag– um dieser möglichen Kollision zwischen Wunsch und Wirklichkeit vorzubeugen. Und diese Routine wird begründetermaßen kritisch dargestellt. Das ist der Kritikpunkt „Stimmung machen gegen Kliniken“. Ja, es wird für mögliche Faktoren, die die Geburt ungünstig beeinflussen können, sensibilisiert. Das stimmt. Und ja, den Teilnehmern wird der Rücken gestärkt, um den leider tatsächlich noch viel zu häufig erlebten Grenzüberschreitungen begegnen zu können. Allerdings ist das für all diejenigen Fachpersonen im Krankenhaus kein Problem, die in ihrer Grundhaltung das tun, was sowieso ihre Pflicht ist: informed consent nennt sich das: Die Eltern werden über Interventionen aufgeklärt, Alternativen benannt und in Entscheidungen einbezogen. Nicht mehr und nicht weniger ist das, was Hypnobirthing sich wünscht. Denn das ist Selbstbestimmung– das Recht eines Menschen, eines Patienten und einer der wichtigsten Faktoren für die Geburtszufriedenheit einer Frau.

zu 4.„NICHT PRESSEN!?!“ – gern wird behauptet, Hypnobirthingmütter dürfen nicht pressen. Ich mach es kurz: Hypnobirthing unterstützt natürliche Geburtsvorgänge. Wenn die Frau also einen NATÜRLICHEN Pressdrang verspürt, dann soll sie auch an dieser Stelle ihrem Körper vertrauen und mit dem Gefühl gehen. Gemeint ist vielmehr das althergebrachte „Luft anhalten, Kopf auf die Brust und Pressen, Pressen, Pressen!“ – das soll tatsächlich unterlassen werden. Und zwar aus gutem Grund.

3. Willenlose Hypnoseopfer? Hypnose ist ein Zustand tiefer Entspannung und klarer Fokussierung. Dabei ist man immer noch Herr/ Frau der Lage und kann denken, sich schützen und Entscheidungen treffen. Diese Sorge ist vollkommen unbegründet.

zu 5. Keine körperliche Vorbereitung? Das ist ganz klar Quatsch. Beckenboden, Muskelkräftigung für günstige Geburtspositionen, Dammmassage seinen nur mal beispielhaft genannt als körperliche Geburtsvorbereitungspunkte, die fester Bestandteil im Kurs sind.


6. Zu viele Techniken? Ja es sind wirklich viele Techniken und ich persönlich finde auch, es könnte etwas weniger sein. Aber dann zeigt sich hier und da, dass genau die Übung, die ich aussortiert hätte, für eine Frau eine wichtige Übung war. Ich denke, es ist vielmehr Aufgabe der Kursleiterin, die Teilnehmerinnen hier gut zu begleiten, um am Ende des Kurses ein stimmiges eigenes und alltagstaugliches Programm zusammenzustellen. Ich habe dafür ein Arbeitsblatt entworfen, wo meine Teilnehmer ihr eigenes „take home“ – Programm in Form ihrer Schatzkiste festhalten können. Mein Motto immer wieder: Lieber weniger und das dafür oft geübt und fest verankert als viele Übungen so hin und wieder mal gemacht. Es ist wirklich nicht wichtig, viel Verschiedenes zu machen. Aber einiges weniges viel zu machen, ist Gold wert. Der Vorteil der vielen Techniken ist einfach, dass am Ende jede etwas findet, was bei ihr funktionieren kann.

Habt ihr noch andere Punkte, zu denen ich etwas schreiben soll? Immer her damit!

Was ist bei mir anders als im Original?

Ich persönlich habe das original Hypnobirthing ja erweitert und manche Formulierungen abgewandelt. Ich mag es nicht so direktiv- ich sehe meine Aufgabe vielmehr in der Vermittlung von Wissen. Die Entscheidungen treffen dann die Mütter. Hier ist der Sprachstil im Original einfach für meinen Geschmack manchmal zu forsch.

Zudem gibt es bei mir die Möglichkeit einer individuellen Audio-Datei. Die Mamas können so auf ihre beste Weise in die Entspannung kommen und ihre persönlichen Affirmationen tief verankern. Der Vorteil ist hierbei zudem, dass möglichen Störungen (z.B. im Kreißsaal Geräusche, Gespräche oder auf der Autofahrt zum Geburtsort) durch gezielte hypnotische Suggestionen vorgebeugt werden kann. Auch dies ist ein Unterschied zum Originalkonzept.

Ich arbeite auch sehr gerne mit Hebammen zusammen. Ich sehe, dass vieles, was in den Kliniken schief geht, eher ein Problem im System ist. Aber klar- es gibt auch diejenigen, die von ihrer Einstellung den Mamas und der Geburt gegenüber nicht so ideal sind für einen entspannten Geburtsverlauf. Das liegt oft daran, dass die Zusammenhänge und der eigene Einfluss gar nicht bewusst sind. Dafür biete ich auch Workshops an- Geburt aus einem bio-psycho-sozialen Blickwinkel zu betrachten ist enorm wichtig und kann auch für das Fachpersonal ein sehr großer Zugewinn sein. Denn schöne Geburten mitzuerleben lieben sie ja 🙂

In meinem Kurs lernen die Eltern auch noch gezielt mehr über Schmerzbewältigungsmethoden fern von Medikamenten. Und sie erfahren etwas über die neurobiologischen Mechanismen dahinter.

Die Einheit zur vorgeburtlichen Bindung habe ich etwas ergänzt, was zu einem intensiven Genusserleben der Paare führt. Vor allem die Männer genießen diese Zeit ganz intensiv.

Apropos Männer. Für die Geburtsgefährten wurde das MAMMUT-Konzept kreiert. Mit konkreten Tipps und Anleitungen gehen sie noch gestärkter in die Geburt.

Hypnobirthing ist aus meiner Sicht ein geniales Konzept. Es bedarf einfach ein bisschen Update und kann durch psychologisches Hintergrundwissen und ein paar Techniken aus der Psychotherapie noch verbessert werden. Ich nenne das, was dabei herauskam HypnobirthingPLUS – ein mental-anästhesiologisches Geburtsvorbereitungsprogramm. Dabei ist das Ziel, eine entspannte, selbstbestimmte, intuitive und artgerechte Geburt zu erleben- in Zufriedenheit und Selbstvertrauen. Es kann schmerzfrei sein, muss aber nicht.

Falls das für dich interessant klingt, kannst du auch zu meinen Angeboten schauen.

Ansonsten viel Genuss und Freude mit deiner Schwangerschaft, eine wundervolle Geburt und entspannte Elternzeit wünscht dir Steffi Reimer von birth in balance!