Auf dieser Seite möchte ich Euch Mutmachergeburtsfilme und Geburtsberichte an die Hand geben. Es geht darum, eine positive und realistische Vorstellung von Geburtsmöglichkeiten aufzubauen. Von Komplikationen, Schmerzen und dergleichen haben die meisten genug gehört. Aber wenn du hier bist, dann bist du mit großer Wahrscheinlichkeit auf der Suche nach einem Weg zu einer schönen Geburtserfahrung. Ein Puzzelteil auf diesem Weg ist genau das: eine Idee davon zu haben, wie es sein kann… Viel Freude beim Sehen und Lesen!

Diese Filme zeigen andere als die üblichen Krankenhausgeburten: sie finden zu Hause statt.

Norah’s Hypnobirthinggeburt

Hausgeburt im Wasser mit Hypnobirthing

Alleingeburt

VBAC Bericht einer Mama über eine Vaginale Geburt nach Kaiserschnitt.

babies feet selective focus photo

Mutmacher- Geburtsberichte

Geburtsbericht 1: Conny

Geburtshausgeburt nach einer stillen Geburt

2018 war es endlich so weit… ich war schwanger! Bis auf die üblichen Wehwehchen verlief die Schwangerschaft problemlos und mir war schnell klar, dass ich nicht im Krankenhaus entbinden möchte, da mir eine selbstbestimmte, natürliche Geburt sehr wichtig war. Mein erstes Kind musste ich in 2013 in der 22. SSW in der Uniklinik Leipzig tot zur Welt bringen. Eine schlimme Erfahrung, denn leider gab es dort keine psychologische oder sonstige persönliche Begleitung sondern ich war völlig in der „Krankenhausroutine“ gefangen. Als Entbindungsort wählte ich dann das Geburtshaus Gera. Etwa 4 Wochen vor der Geburt hörte ich durch eine Bekannte von Steffis Hypno-Birthing-Kursen. Leider reichte die Zeit nicht mehr für einen kompletten Kurs, aber mit einem Hausbesuch und mehreren Telefonaten vermittelte sie mir das wichtigste Wissen und stellte mir die Entspannungstechniken vor, welche ich fleißig übte. Dann war es soweit… die Fruchtblase ging auf… es geht los! Ich zündete mir ein paar Kerzen an und entspannte mich mit der Ruheatmung, was mir auch recht gut gelang. Am liebsten wäre ich einfach in meinem Bett geblieben und hätte die Hebamme zu mir geholt… aber das ging ja leider nicht da es anders vereinbart war. Wir machten uns also gegen 4 Uhr morgens auf den Weg ins Geburtshaus. Die Hebamme wollte gleich messen, wie weit der Muttermund schon geöffnet war. Diese Untersuchung war mir jedoch sehr unangenehm und ich brach sie daher ab. Ich entspannte mich lieber in der Wanne, wo die Wehen dann nachließen, was ich als angenehm empfand, ich freute mich, nochmal Zeit zum Durchatmen zuhaben. Gegen 8 Uhr war ich dann bereit für die Untersuchung, der Muttermund war 10 cm geöffnet, ganz ohne Anstrengung… was mich natürlich sehr motivierte. Ich ging ein wenig umher oder blieb stehen, um die Geburt wieder „anzustoßen“. Nebenbei konnte ich sogar mit einer Freundin telefonieren, die darüber sehr erstaunt war… Die Hebamme meinte dann, dass das Kind nun aber bald raus müsste, ab vollständiger Eröffnung sollte es nicht mehr als 2 Stunden im Geburtskanal sein. Ich stimmte daher einer Oxytocinspritze in geringer Dosierung zu, die ich auch gut vertrug. Die Wehen wurden wieder stärker, es begann die „Pressphase“. Im Nachhinein ärgere ich mich etwas, dass ich nicht versucht habe das Kind nur mit Hilfe der Atmung herauszuschieben, wie es im Hypno Birthing empfohlen wird, aber in dem Moment empfand ich das Pressen als angemessen und ich wollte ja auch endlich das Kind im Arm halten. Gegen 10 Uhr war es dann soweit… unser Kleiner war da! Die Wochenschwester meinte, sie hat selten so eine entspannte Mutter erlebt. Auch unser Baby ist bis jetzt sehr entspannt, schreit nur wenn es Hunger hat und ist nach dem Stillen wieder friedlich oder schläft ein. Zusammenfassend kann ich über meine Geburt sagen, dass es ein sehr schönes Ereignis war, genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich hatte währenddessen auch nie das Gefühl dass ich nicht mehr kann oder will, so wie es laut Literatur angeblich alle Frauen haben. Die Wellen waren zwar nicht schmerzlos, aber das habe ich auch nicht erwartet und sie waren gut auszuhalten. Falls ich noch ein Kind bekomme, dann am liebsten zu Hause