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Doppelfreude-News:

Heute gibt es gleich doppelten Freudenanlass!!!

Heute ist es endlich soweit. Ich darf die Gewinnerin meines Märzkurses Hypnobirthing bekannt geben.

Dazu habe ich die Namen der Teilnehmerinnen auf pinke Lose geschrieben, gemischt und gezogen.

Doch bevor ich die Gewinnerin bekannt gebe, habe ich noch eine schöne Nachricht. Kennt ihr die Apothekenzeitschrift “Baby und Familie“? Seit ich Mama bin, mag ich sie gerne. Sie ist kostenlos, undogmatisch, abwechslungsreich und informativ. Ich hatte die Ehre, als Expertin (Psychologin und Geburtsvorbereiterin) im Interview die Themen Schmerz, Geburt und Hypnobirthing zu beleuchten. Entstanden ist ein schöner Artikel mit dem Namen “Regenbogengeburt“. Es kommen auch eine Gynäkologin und eine Hebamme zu Wort, was mich besonders freut. Denn ich glaube, dass unsere Geburtskultur nur im interdisziplinären Zusammenspiel aller Professionen für Frauen das Erlebnis Geburt wieder zu einem erstrebenswerten Geschenk werden lassen kann. Ein positives, bereicherndes, sogar ermächtigendes Erlebnis, Leben zu schenken. Aus eigener Kraft.

Die Zeitschrift gibt es in den Apotheken ab heute den ganzen Februar zum Mitnehmen!

Und nun…. Trommelwirbel….

And the winner is:Herzlichen Glückwunsch!
Reserviere bitte die Märztermine in deinem Kalender! Ihr seid dabei!!!

Und für alle anderen: im Aprilkurs sind noch Plätze frei 😉

Herzlichst, Steffi

Kaiserschnitt

Kaiserschnitt – du bist nicht schuld! Die Folgen für die Mütter.

Photo by Pixabay on Pexels.com

Wenn gut gemeint nicht hilft:

Vielleicht kennst du ja ein Gespräch dieser Art:
„Und, wie geht es dir?“
„Naja, ich habe das Gefühl, versagt zu haben. Ich habe es nicht geschafft.“
„Ach komm schon, freu dich doch, Hauptsache ist doch, ich seit beide gesund!“

So oder so ähnlich klingen Gesprächsausschnitte nach erfolgtem Kaiserschnitt nicht selten. Die Mütter plagen sich mit Versagensgefühlen, suchen nach Antworten auf Fragen nach dem Warum, fühlen sich schuldig und sind traurig. Vor allem dann, wenn sie sich eine natürliche Geburt gewünscht hatten.

Wenn der schönste Moment des Lebens sich ganz anders anfühlt…

In einer Zeit, in der die Kaiserschnittraten in die Höhe schnellen, darf man nicht weg sehen, welche Folgen dieser haben kann. Vor allem, wenn er nicht geplant war (aber nicht nur dann). Die betroffenen Frauen hüllen sich häufig nach Sätzen wie „es ist doch alles gut gegangen“  in Schweigen. Denn zu allem Überfluss und zu aller Trauer, die besteht, scheinen diese Gefühle nun auch noch falsch zu sein. Dabei meinen es die anderen tatsächlich nur gut. Sie wollen Mut spenden und aufmuntern. So funktioniert das jedoch in aller Regel nicht.

Auf der Suche nach dem Schuldigen… 

In den Medien laß man vor nicht allzu langer Zeit im Zusammenhang mit der hohen Kaiserschnittrate immer wieder von Wunschkaiserschnitten und zumindest bei mir erweckte das den Eindruck, dass es wohl sehr viele Wunschkaiserschnitte geben muss. Bei genauerer Recherche kommen wir aber gerade mal auf 2%. Zumindest hier in Deutschland. Dabei liegt die Kaiserschnittrate bei etwas über 30% und sie schwankt von Krankenhaus zu Krankenhaus und von Arzt zu Arzt! In den allerwenigsten Fällen handelt es sich also um Wunschkaiserschnitte (und auch diese sollte man nicht per se verteufeln).

Was steckt dahinter?

Normalerweise würden Geburten bei 9 von 10 Frauen physiologisch, also natürlich und ohne Einsatz medizinischer Interventionen gelingen. Auf der Suche nach dem Schuldigen stellt sich die Frage, wie es zu den hohen Abweichungen zwischen möglichen natürlichen Geburten und tatsächlichen natürlichen Geburten kommt.

Die Hintergründe für die hohen Kaiserschnittraten sind jedenfalls mannigfaltig. An dieser Stelle seien 3 wesentliche Gründe genannt:

  • Organisation: Kaiserschnitte sind besser planbar für das Personal im Krankenhaus
  • Die eigene Existenz und das liebe Geld: Kaiserschnitte werden von den Krankenkassen viel höher honoriert als eine natürliche Geburt- das bringt manche Stationen in die Zwangslage, sie durchzuführen, um weiter bestehen zu können. Es geht in einigen Fällen schlichtweg um die Sicherung der eigenen Arbeitsstelle und somit der eigenen beruflichen Existenz.
  • Emotional: Angst spielt hierbei eine zentrale Rolle- sowohl bei den Müttern, als auch beim medizinischen Personal. Die Mütter haben Angst vor zu starken Schmerzen, die Angst behindert einen entspannten, angenehmen Geburtsprozess. Sie führt zu einer Anspannung der unteren Gebärmuttermuskulatur und macht dadurch besonders starke Schmerzen. Auch kann die Geburt dadurch länger dauern und die Sauerstoffversorgung des Kindes wird negativ beeinflusst…es folgen Interventionen (sei es eine PDA, ein Wehentropf o.a.). Es ist unlängst bekannt, dass eine Intervention nicht selten eine sogenannte Interventionskaskade nach sich zieht… sie endet unter anderem in einem Kaiserschnitt. Aber auch die Angst auf Seiten der Mediziner ist nicht zu unterschätzen: es ist die Angst vor Klagen. Für einen Kaiserschnitt wurde wohl noch keiner verklagt. Also ist das sie sicherere Option- für den Arzt jedenfalls.

Wer ist nun Schuld?
Die Mütter? Das Personal? Die Angst? Die finanziellen Regelungen der Krankenkassen? Oder vielleicht die Mütter der Mütter? Schließlich wurde festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau einen Kaiserschnitt erhält höher ist, wenn ihre Mutter auch per Kaiserschnitt entbunden wurde.
Vielleicht ist aber auch die Frage falsch? Geht es, wenn eine frisch gebackenen Mama trauert um die verpasste natürliche Geburt wirklich darum, einen Schuldigen auszumachen? Oder ist es viel wichtiger, die Ereignisse einzuordnen, anzunehmen, sich mit dem Erlebten zu versöhnen?

Ich stelle nur Fragen, ich gebe an dieser Stelle ganz bewusst keine Antworten. Denn jede Geschichte ist vollkommen individuell. Und deshalb wird es auch nicht für alle die eine passende Antwort geben. Um deine eigene Antwort zu finden habe ich dir eine Übung weiter unten hier eingebaut.

Es gibt auch Mütter, die mit dem erlebten Kaiserschnitt im Reinen sind. Ich persönlich habe beides erlebt. Beide meiner Geburten waren natürlich geplant. Beide endeten im Kaiserschnitt. Sekundäre sectio nennt sich das. Nach dem einen Kaiserschnitt war ich traumatisiert und es lag ein langer Weg vor mir, das Erlebte zu verarbeiten. Nach dem anderen war ich von Anbeginn im Reinen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen beiden waren: 1. meine Vorbereitung, 2. meine Selbstbestimmung/ mein Mitspracherecht bei den Entscheidungen (bei Geburt 1: null, bei Geburt 2: fast alles), 3. die Anwesenheit von Angst bei der ersten und Abwesenheit dieses Gefühls bei der zweiten Geburt. 4. viele Stunden schmerzhafte Wehen bei der ersten Geburt (30h) und keine Idee, wie ich mit ihnen fertig werden sollte. Im zweiten Fall waren es dank Hypnobirthing dann Wellen (und der MuMu nach 5 h vollkommen geöffnet) und ich habe sie willkommen geheißen und hatte nur Schmerzen, wenn ich eine ungünstige Körperposition eingenommen hatte (Rückenlage).

Bei meiner ersten Geburt hatte ich lange Schuldgefühle, weil ich aus Angst blockiert hatte, so lautete jedenfalls meine These. Bei der zweiten Geburt wurde alles ganz klar- ich war offen, bereit, im Flow… aber ich gehöre zu dem kleinen Prozentsatz der Frauen, wo Becken und Kopf keine Freunde werden. Und das ist schade, aber ok. Ich habe alles erlebt, was mein Körper ohne medizinische Unterstützung schaffen kann. Und das sei an dieser Stelle einmal betont: wir können uns alle wahnsinnig glücklich schätzen, dass es die Geburtsmedizin gibt und sie es möglich macht, dass auch in so einem Fall Mutter und Kind wohlauf in ein gemeinsames Leben starten können. Und auch das sei gesagt: Ob ein Kopf durch den Geburtskanal passt oder nicht, lässt sich nicht vorher messen. Das lässt sich sicher erst unter der Geburt sagen. Denn die Beckenschaufeln sind beweglich, die Schädelplatten des Kindes schieben sich übereinander und machen den Kopf kleiner und die Schambeinfuge wird weich und macht Platz. Und welches Verhältnis das dann ergibt, kann keiner bestimmen. Frage dich also, ob es nicht vielleicht einen Versuch wert sein könnte?

Das heißt jedoch nicht, dass man die negativen Folgen die Narben der Seele, die Traurigkeit, die Enttäuschung (sofern sie denn da sind), einfach mal schnell klein reden kann. Denn das macht alles nur noch schlimmer.

Einladung zum Loslassen- eine Übung

Liebe Kaiserschnittmama, die du dir eine natürliche Geburt so gewünscht hast, ich möchte dich einladen, das Erlebte zu verarbeiten. Ein kleiner, vielleicht auch großer Schritt, kann folgende Übung für dich werden:

1. Nimm dir einen Stift, einen Block oder deinen Laptop, ganz egal. Nimm dir etwas, wo du deine Gedanken aufschreiben kannst. Dazu gönne dir Zeit und Ruhe für diese Aufgabe. Und dann schreibe dir förmlich deine Gedanken UND deine Gefühle von der Seele. Und lass dabei bitte alle Gefühle zu, die mit diesen Ereignissen verbunden sind, die gesehen und gelebt werden möchten und schreibe gern auch dazu, was gerade passiert, während du schreibst. Wichtig ist, dass du nicht einfach nur sachlich die Ereignisse schilderst, sondern zulässt, was in dir darauf wartet, raus zu dürfen. Du kannst dir das so vorstellen, dass diese Gefühle und unangenehmen Gedanken bleiben, solange sie nicht gelebt wurden. Wenn sie empfunden worden, dann verändern sie sich. Vielleicht erst ein bisschen und mit jedem Mal ein bisschen mehr. Wie ein Berg, der ohne das Leben des Windes, des Regens beharrlich dasteht, unverändert. Nur der Sturm (Wut), der Regen (Tränen) und der Wind (vielleicht Wehmut?) vermögen an ihm etwas zu verändern. Der Fels wird kleiner. Vielleicht ist dein Fels auch nur ein kleiner Hügel und ein einziger kleiner Sturm reicht aus oder ein Nieselregen, um ihn zu erweichen. Falls du Schuldgefühle hast, dann versuche bitte auch alle anderen Faktoren, die zu dem Ergebnis Kaiserschnitt beigetragen haben mit aufzulisten.

2. Ließ dir deinen Brief durch und schreibe dir selbst eine liebevolle Antwort. Schreibe diesen Brief so liebevoll, wie du nur kannst. Wenn dir das schwer fällt, dann wechsle bitte die Perspektive und stell dir vor, deine beste Freundin oder eine andere dir sehr ans Herz gewachsene Frau hat deine Geschichte erlebt und schreibe den Brief an sie. Tröste sie, sei verständnisvoll, lass es eine verbale Umarmung sein. Und dann ließ dir diesen fertigen Brief, der jetzt an dich gerichtet ist, ganz in Ruhe und mit offenem Herzen durch. Erlaube auch hier all deinen Gefühlen, sich zu zeigen. Heiße sie willkommen.

 

Und was kann das Umfeld tun? Zuhören: liebevoll, wertschätzend, annehmend. Kein Beurteilen, kein klein reden, kein unnötiges Aufbauschen. Einfach da sein und Hilfe anbieten.

Wenn es mehr ist als Traurigkeit:
Ist es ein Trauma?

Schuldgefühle sind möglicherweise ein Anzeichen von einer traumatischen Verarbeitung des Erlebten. Dann kommen vielleicht noch Schreckhaftigkeit, Schlafprobleme, unangenehme Wiedererinnerungen, Alpträume oder Gereiztheit hinzu. Du kannst schauen, ob dir das von der Seele schreiben hilft und reicht, oder ob du vielleicht Unterstützung brauchst, um dir klar zu werden, dass DU KEINE SCHULD hast. Denn du bist kein Verbrecher, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit das „Opfer“ ungünstiger Verkettungen von Umständen. Ich bin zu tiefst davon überzeugt, dass jede Mutter das Beste für ihr Kind möchte (und das ist manchmal auch der Kaiserschnitt). Ich bin mir absolut sicher, dass du dein Bestes gegeben hast. Allein die Tatsache, dass du das hier liest, ist ein Beweis dafür. Du suchst nach Antworten und Wegen. Du suchst nach Lösungen.

Ist es eine postpartale Depression?

Auch das ist ernst zu nehmen. Wenn deine Stimmung anhaltend traurig ist, du kaum Freude empfinden kannst, vielleicht sogar dein Baby dich nicht so richtig interessiert oder du dich viel zu erschöpft fühlst, um dich um es zu kümmern, dann hole dir bitte Hilfe. Hebammen, Gynäkologin und Hausarzt können eine erste Anlaufstelle sein und dir Adressen in deiner Nähe geben, wo du fachliche Hilfe finden kannst (Psychiater, Psychotherapeuten). Du kannst dich zur Diagnostik oder Akutintervention jedoch auch direkt bei einem Psychotherapeuten vorstellen.

Hat dir die Übung geholfen? Vielleicht möchtest du deine Erfahrung mit mir teilen, dann schick mir gerne eine Mail oder hinterlasse einen Kommentar hier unten.

Herzlichst, Steffi

Photo by Pixabay on Pexels.com
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Ein echter BiB- Geburtsbericht: Komplikationen und eine positive selbstbestimmte Geburt schließen sich nicht aus

Um eins schon vorweg zu nehmen: Ich habe, trotz vieler erforderlicher Interventionen, dank der Techniken von Steffi eine positive, tolle und selbstbestimmte Geburt erleben dürfen und bin damit überglücklich. Ihr Kurs hat das Vertrauen in meine eigenen Kräfte gestärkt und mir die Angst vor dem „Tag X“ genommen. Gemeinsam mit meinem Mann habe ich den Kurs bereits ganz früh, in der SSW16, besucht, weil ich Bedenken hatte, dass die Gruppentermine später im Jahr eventuell aufgrund der Pandemie nicht stattfinden könnten. Für uns war es die erste Schwangerschaft. Uns haben die Termine sehr gut gefallen. Mein Partner hatte anfangs Zweifel, ob das etwas für ihn ist und war dann aber vollends zufrieden und hat mit hohem Interesse mitgemacht. Steffi und ihr Konzept waren mir schon vorher bekannt. Ich kannte aber bis dahin niemanden, der mittels Hynothechniken entbunden hatte. Stattdessen hatte ich seit meiner Kindheit viele Geburtsberichte gehört, die von Schmerzen, Angst, Entwürdigung und Fremdbestimmung bis hin zu Traumatisierung gekennzeichnet waren. Exakt eine Freundin konnte von einer positiv erlebten Geburt erzählen. Was für ein Missverhältnis! Eigentlich hatte ich auf eine möglichst interventionsfreie Geburt gehofft. Ich wollte keinen standardmäßigen venösen Zugang „nur für den Bedarfsfall“, möglichst keine künstlichen Hormone oder Schmerzmittel und die erste Geburtsphase so lange wie machbar noch zuhause verbringen. Dank der mentalen Vorbereitung war ich aber auch offen dafür es anzunehmen, wenn Eingriffe in den natürlichen Ablauf erforderlich werden sollten. Und so kam es dann auch. Unser „Weihnachtsprojekt“ (ET 23.12.) wollte sich nicht allein auf den Weg begeben und kam mit ärztlicher Hilfe erst im neuen Jahr auf die Welt. Aufgrund eines B-Streptokokken Befundes wurde mir im Vorfeld eine begleitende intravenöse Antibiotikagabe ab Geburtsbeginn nahegelegt. Somit war schon im Vorfeld klar, dass es auf eine Venenverweilkanüle hinauslaufen wird. Weil ich über den Termin war, wurde ich ab ET +12 Tage zur Einleitung stationär aufgenommen. Die Übungsaufgaben haben mir während der Schwangerschaft und speziell auch während der Terminüberschreitung gut geholfen entspannt zu bleiben. Steffis Text zur Selbsthypnose für die „Reise an den inneren sicheren Ort“ habe ich mir zusätzlich selber zu meiner Lieblingsmusik als Audiodatei eingesprochen. Mit dem „Blumenstrauß an Techniken“ aus dem Kurs konnte ich die „Bonustage“ gut für die finale Intensivierung der kognitiven Vorbereitung nutzen. Ergänzend habe ich seit dem 2. Trimester regelmäßig Yogaübungen praktiziert und mein Wissen über den Geburtsvorgang mit einem „klassischen Hebammenkurs“ und verschiedenen Büchern und Podcasts vertieft. Besonders lehrreich fand ich dabei den Podcast „Die friedliche Geburt“ von Kristin Graf sowie das Buch „Guter Hoffnung“ der Hebamme Kareen Dannhauer. Schon bei den engmaschigen CTG- und Ultraschall/Kontrollen, aufgrund der Weihnachtsfeiertage direkt in der Klinik, waren die Hebammen erstaunt, dass ich trotz Terminüberschreitung immer noch die Ruhe selbst war. Am ET +14 Tage erhielt ich morgens ein wehenförderndes Hormongel. Die Geburt begann dann am frühen Nachmittag mit einem Blasensprung. Die ersten unregelmäßigen Wehen nutzte ich noch für einen Winterspaziergang vor der Klinik mit meinem Mann, der auf das Ergebnis seines Coronavirus-Schnelltests warten musste. Am frühen Abend haben wir uns dann vom Familienzimmer auf der Wöchnerinnenstation zum Kreissaal begeben. Unser Kind erblickte am Folgetag 9:32 Uhr das Licht der Welt. Die lange Nacht verging für mich trotz stundenlanger Presswehen wie im Flug, da es mir gelungen war mich weitestgehend auf mich zu fokussieren. Dabei haben mir eine Verdunklungsbrille, die Atemtechniken aus dem Kurs und die positiven Affirmationen am meisten geholfen. Es gab zwei Schichtwechsel, in der ersten und dritten Schicht war jeweils noch eine Auszubildende dabei. Alle Hebammen, die mich begleiten durften, haben mich gelobt, wie toll ich die Wehen „veratmet“ und durch körperliche Mitarbeit den Vorgang aktiv unterstützt habe und wie entspannt ich dabei geblieben bin. Während der Eröffnungsphase habe ich 4 Stunden in der Badewanne verbracht und bin kraftvoll „mit meinen Wellen“ mit gegangen. Die Wehen habe ich als intensives Körpergefühl erlebt. Dank der bewertungsfreien Wahrnehmung habe ich sie nicht wirklich als schmerzvoll empfunden. Für eine angenehme Atmosphäre hatte ich mir in den Kreißsaal Lautsprecher und verschiedene Playlists mitgebracht, die mir geholfen haben mich gedanklich auf mich und die Geburtsarbeit zu konzentrieren. Mein Mann konnte mich während der ganzen Zeit positiv unterstützen und die Anregungen von Steffi für sich gut umsetzen. In den frühen Morgenstunden hatten sich meine Wehen zeitweilig abgeschwächt. Ich habe diese natürliche Pause genutzt, um mir im Liegen das Birth-in-Balance Geburtsaudio mit Kopfhörern zu gönnen, um noch mal Kräfte durch die meditative Entspannung zu sammeln. Mein Kind wollte sich bis zum Morgen nicht richtig im Geburtskanal einstellen, die Schultern waren im Weg. Ich konnte dennoch entspannt bleiben und habe versucht mit verschiedenen stehenden Geburtsposition und Bewegungen den Vorgang positiv zu beeinflussen. Während der ganzen Geburt waren der Einsatz der Atemtechniken im Zusammenspiel mit den Wehen mein Fixpunkt. Da es zu einer Wehenschwäche und Anzeichen kindlichen Stresses kam (Grünfärbung des Fruchtwassers), wurden Wehentropf und später die Anwendung von Vakuumglocke und Kristeller-Handgriff erforderlich. Auch in dieser Phase gelang es mir positiv und angstfrei zu bleiben, im tiefen Vertrauen, dass ich und mein Körper alles gut schaffen werden und das erfahrene Kreissaalteam uns dabei versiert unterstützen wird. Bei allen Eingriffen erfolgte eine Erklärung und die Abfrage meines Einverständnisses. Ich habe die Betretung durchweg als sehr gut empfunden. Auch die Nachgeburtsphase erforderte Interventionen. Da sich meine Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen wollte (Atonie), verlor ich schnell viel Blut und es musste reagiert werden, um die Blutung zum Stehen zu bekommen. Über zwei venöse Zugänge erhielt ich Infusionen. Das alles habe ich aber nur nebenbei, fast schon unterschwellig, wahrgenommen, weshalb es mich nicht beunruhigt hat. Ein wenig unangenehm war lediglich das Vernähen des Dammschnittes. Wir durften noch lange zu dritt im Kreissaal zum Bonding und ersten Stillen bleiben. Ein paar Stunden später ergab die zweite Bestimmung der kindlichen Blutwerte, dass leider eine Neugeboreneninfektion vorlag. Deshalb wurden wir zur Überwachung der kindlichen Vitalwerte sofort in die Kinderklinik verlegt. Wir durften aber die ganze Zeit zusammenbleiben, sogar der Papa konnte mit uns stationär aufgenommen werden. Unser Kind erhielt über eine Woche Antibiotika über eine Venenverweilkanüle und hat sich zum Glück schnell wieder erholt. Für uns war diese Zeit sozusagen der erste Familienurlaub. Wir wurden sehr liebevoll betreut und hatten ein wunderbares gemeinsames Kennenlernen. Die Krankenschwestern haben uns prima unterstützt beim Erlernen des Stillens und der Babypflege. Ein Tipp noch: Beruflich komme ich aus einer medizin-nahen Ecke und bin interessiert an medizinischen Zusammenhängen und dem aktuellen Wissensstand. Ich habe es als äußerst hilfreich empfunden, mich vor der Geburt damit vertraut macht, was da eigentlich im Körper vor sich geht und welche Rolle die körpereigenen Schmerzmittel bzw. Hormone dabei spielen. Mit diesem Verständnis kann man dann effektiver am Geburtsprozess selbst mitwirken. Den ich als Frau bin es, die das Kind gebärt. Für mich war auch das Wissen über mögliche Komplikationen und Interventionen mit deren Vor- sowie Nachteilen sinnvoll, um informiert und guten Gewissens in diese -sofern erforderlich- einwilligen zu können. Es war die beste Entscheidung gemeinsam mit meinem Mann den Kurs zu besuchen und wir bedanken uns ganz herzlich bei Steffi für die tolle Zeit! Ich wünsche mir, dass sich das Wissen um diese Techniken verbreitet, damit auch andere Familien selbstbestimmte und positive Geburten erleben können.

Geburtsbericht: Komplikationen und eine positive selbstbestimmte Geburt schließen sich nicht aus.
Um eins schon vorweg zu nehmen: Ich habe, trotz vieler erforderlicher Interventionen, dank der Techniken von Steffi eine positive, tolle und selbstbestimmte Geburt erleben dürfen und bin damit überglücklich. Ihr Kurs hat das Vertrauen in meine eigenen Kräfte gestärkt und mir die Angst vor dem „Tag X“ genommen.

Gemeinsam mit meinem Mann habe ich den Kurs bereits ganz früh, in der SSW16, besucht, weil ich Bedenken hatte, dass die Gruppentermine später im Jahr eventuell aufgrund der Pandemie nicht stattfinden könnten. Für uns war es die erste Schwangerschaft. Uns haben die Termine sehr gut gefallen. Mein Partner hatte anfangs Zweifel, ob das etwas für ihn ist und war dann aber vollends zufrieden und hat mit hohem Interesse mitgemacht.

Steffi und ihr Konzept waren mir schon vorher bekannt. Ich kannte aber bis dahin niemanden, der mittels Hynothechniken entbunden hatte. Stattdessen hatte ich seit meiner Kindheit viele Geburtsberichte gehört, die von Schmerzen, Angst, Entwürdigung und Fremdbestimmung bis hin zu Traumatisierung gekennzeichnet waren. Exakt eine Freundin konnte von einer positiv erlebten Geburt erzählen. Was für ein Missverhältnis!

Eigentlich hatte ich auf eine möglichst interventionsfreie Geburt gehofft. Ich wollte keinen standardmäßigen venösen Zugang „nur für den Bedarfsfall“, möglichst keine künstlichen Hormone oder Schmerzmittel und die erste Geburtsphase so lange wie machbar noch zuhause verbringen. Dank der mentalen Vorbereitung war ich aber auch offen dafür es anzunehmen, wenn Eingriffe in den natürlichen Ablauf erforderlich werden sollten. Und so kam es dann auch. Unser „Weihnachtsprojekt“ (ET 23.12.) wollte sich nicht allein auf den Weg begeben und kam mit ärztlicher Hilfe erst im neuen Jahr auf die Welt.

Aufgrund eines B-Streptokokken Befundes wurde mir im Vorfeld eine begleitende intravenöse Antibiotikagabe ab Geburtsbeginn nahegelegt. Somit war schon im Vorfeld klar, dass es auf eine Venenverweilkanüle hinauslaufen wird. Weil ich über den Termin war, wurde ich ab ET +12 Tage zur Einleitung stationär aufgenommen.

Die Übungsaufgaben haben mir während der Schwangerschaft und speziell auch während der Terminüberschreitung gut geholfen entspannt zu bleiben. Steffis Text zur Selbsthypnose für die „Reise an den inneren sicheren Ort“ habe ich mir zusätzlich selber zu meiner Lieblingsmusik als Audiodatei eingesprochen. Mit dem „Blumenstrauß an Techniken“ aus dem Kurs konnte ich die „Bonustage“ gut für die finale Intensivierung der kognitiven Vorbereitung nutzen.
Ergänzend habe ich seit dem 2. Trimester regelmäßig Yogaübungen praktiziert und mein Wissen über den Geburtsvorgang mit einem „klassischen Hebammenkurs“ und verschiedenen Büchern und Podcasts vertieft. Besonders lehrreich fand ich dabei den Podcast „Die friedliche Geburt“ von Kristin Graf sowie das Buch „Guter Hoffnung“ der Hebamme Kareen Dannhauer.

Schon bei den engmaschigen CTG- und Ultraschall/Kontrollen, aufgrund der Weihnachtsfeiertage direkt in der Klinik, waren die Hebammen erstaunt, dass ich trotz Terminüberschreitung immer noch die Ruhe selbst war. Am ET +14 Tage erhielt ich morgens ein wehenförderndes Hormongel. Die Geburt begann dann am frühen Nachmittag mit einem Blasensprung. Die ersten unregelmäßigen Wehen nutzte ich noch für einen Winterspaziergang vor der Klinik mit meinem Mann, der auf das Ergebnis seines Coronavirus-Schnelltests warten musste. Am frühen Abend haben wir uns dann vom Familienzimmer auf der Wöchnerinnenstation zum Kreissaal begeben. Unser Kind erblickte am Folgetag 9:32 Uhr das Licht der Welt.

Die lange Nacht verging für mich trotz stundenlanger Presswehen wie im Flug, da es mir gelungen war mich weitestgehend auf mich zu fokussieren. Dabei haben mir eine Verdunklungsbrille, die Atemtechniken aus dem Kurs und die positiven Affirmationen am meisten geholfen. Es gab zwei Schichtwechsel, in der ersten und dritten Schicht war jeweils noch eine Auszubildende dabei. Alle Hebammen, die mich begleiten durften, haben mich gelobt, wie toll ich die Wehen „veratmet“ und durch körperliche Mitarbeit den Vorgang aktiv unterstützt habe und wie entspannt ich dabei geblieben bin.

Während der Eröffnungsphase habe ich 4 Stunden in der Badewanne verbracht und bin kraftvoll „mit meinen Wellen“ mit gegangen. Die Wehen habe ich als intensives Körpergefühl erlebt. Dank der bewertungsfreien Wahrnehmung habe ich sie nicht wirklich als schmerzvoll empfunden.
Für eine angenehme Atmosphäre hatte ich mir in den Kreißsaal Lautsprecher und verschiedene Playlists mitgebracht, die mir geholfen haben mich gedanklich auf mich und die Geburtsarbeit zu konzentrieren. Mein Mann konnte mich während der ganzen Zeit positiv unterstützen und die Anregungen von Steffi für sich gut umsetzen. In den frühen Morgenstunden hatten sich meine Wehen zeitweilig abgeschwächt. Ich habe diese natürliche Pause genutzt, um mir im Liegen das Birth-in-Balance Geburtsaudio mit Kopfhörern zu gönnen, um noch mal Kräfte durch die meditative Entspannung zu sammeln.

Mein Kind wollte sich bis zum Morgen nicht richtig im Geburtskanal einstellen, die Schultern waren im Weg. Ich konnte dennoch entspannt bleiben und habe versucht mit verschiedenen stehenden Geburtsposition und Bewegungen den Vorgang positiv zu beeinflussen. Während der ganzen Geburt waren der Einsatz der Atemtechniken im Zusammenspiel mit den Wehen mein Fixpunkt.
Da es zu einer Wehenschwäche und Anzeichen kindlichen Stresses kam (Grünfärbung des Fruchtwassers), wurden Wehentropf und später die Anwendung von Vakuumglocke und Kristeller-Handgriff erforderlich. Auch in dieser Phase gelang es mir positiv und angstfrei zu bleiben, im tiefen Vertrauen, dass ich und mein Körper alles gut schaffen werden und das erfahrene Kreissaalteam uns dabei versiert unterstützen wird. Bei allen Eingriffen erfolgte eine Erklärung und die Abfrage meines Einverständnisses. Ich habe die Betretung durchweg als sehr gut empfunden.

Auch die Nachgeburtsphase erforderte Interventionen. Da sich meine Gebärmutter nicht richtig zusammenziehen wollte (Atonie), verlor ich schnell viel Blut und es musste reagiert werden, um die Blutung zum Stehen zu bekommen. Über zwei venöse Zugänge erhielt ich Infusionen. Das alles habe ich aber nur nebenbei, fast schon unterschwellig, wahrgenommen, weshalb es mich nicht beunruhigt hat. Ein wenig unangenehm war lediglich das Vernähen des Dammschnittes. Wir durften noch lange zu dritt im Kreissaal zum Bonding und ersten Stillen bleiben.

Ein paar Stunden später ergab die zweite Bestimmung der kindlichen Blutwerte, dass leider eine Neugeboreneninfektion vorlag. Deshalb wurden wir zur Überwachung der kindlichen Vitalwerte sofort in die Kinderklinik verlegt. Wir durften aber die ganze Zeit zusammenbleiben, sogar der Papa konnte mit uns stationär aufgenommen werden. Unser Kind erhielt über eine Woche Antibiotika über eine Venenverweilkanüle und hat sich zum Glück schnell wieder erholt. Für uns war diese Zeit sozusagen der erste Familienurlaub. Wir wurden sehr liebevoll betreut und hatten ein wunderbares gemeinsames Kennenlernen. Die Krankenschwestern haben uns prima unterstützt beim Erlernen des Stillens und der Babypflege.

Ein Tipp noch: Beruflich komme ich aus einer medizin-nahen Ecke und bin interessiert an medizinischen Zusammenhängen und dem aktuellen Wissensstand. Ich habe es als äußerst hilfreich empfunden, mich vor der Geburt damit vertraut macht, was da eigentlich im Körper vor sich geht und welche Rolle die körpereigenen Schmerzmittel bzw. Hormone dabei spielen. Mit diesem Verständnis kann man dann effektiver am Geburtsprozess selbst mitwirken. Den ich als Frau bin es, die das Kind gebärt. Für mich war auch das Wissen über mögliche Komplikationen und Interventionen mit deren Vor- sowie Nachteilen sinnvoll, um informiert und guten Gewissens in diese -sofern erforderlich- einwilligen zu können.

Es war die beste Entscheidung gemeinsam mit meinem Mann den Kurs zu besuchen und wir bedanken uns ganz herzlich bei Steffi für die tolle Zeit! Ich wünsche mir, dass sich das Wissen um diese Techniken verbreitet, damit auch andere Familien selbstbestimmte und positive Geburten erleben können.

Von Franziska, danke für deinen ehrlichen Bericht!

Du möchtest einen BiB Kurs besuchen? Das ist möglich bei der Gründerin Steffi Reimer. Uuuund demnächst auch bei den zertifizierten BiB Kursleiterinnen. Der erste Ausbildungsdurchgang endet im September!

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Konsequent, aber richtig

„Sie ist doch selbst schuld, dass ihr ihre Kinder auf der Nase herumtanzen! Sie müsste nur konsequent sein!“ sagt eine Frau über ihre Freundin. Ich hake nach: „Was meinen Sie damit?“ Sie setzt fort: „Der Junge, 3 Jahre ist total bockig und schreit rum, wenn sie den Fernseher ausmacht.“ Jetzt bin ich neugierig:“ „Was würden Sie ihr empfehlen, zu tun?“ Sie (kinderlos, leidet an Depression und Panik): „Da muss sie ihm den Schnuller wegnehmen, damit er lernt, dass das so nicht geht. Und er soll in sein Zimmer. Da kommt er immer wieder raus. Da sollte sie zuschließen.“

Das ist also konsequent in ihren Augen. In meinen heißt es anders. Wir werden uns schnell einig, dass es sich um eine Strafe handelt.

Ich frage weiter: „Was glauben Sie, weshalb der Junge weint, wenn der Fernseher ausgemacht wird?“

„Er will weitergucken und ist wütend.“

„Und sie glauben, ihm jetzt den Schnuller, der eine beruhigende Funktion hat und ein Einsperren im Zimmer, helfen jetzt?“

„Naja, da lernt er, dass er sich so nicht benehmen kann.“

„Ich glaube, er lernt was ganz anderes!.“

Ich glaube, er lernt genau wie sie, Gefühle zu unterdrücken, Unterordnung oder Rebellion.

Er lernt nicht, mit Wut und Traurigkeit gesund umzugehen. Er wird im Frust isoliert, weggesperrt und noch mehr frustriert.

Und dann haben wir die nächste Generation Erwachsener, die mit Depressionen kämpft, Panikattacken erlebt und lieber Gefühle betäubt als fühlt.Wieder eine Generation, die ihre eigenen wahren Bedürfnisse gar nicht kennt und stattdessen im Konsum und Leistungsstreben Momente der Zufriedenheit findet.

Das ist keine gesunde Konsequenz, die fürs Leben die Eigenschaften formt, die wir wirklich brauchen.

Was ich tun würde?

Ich würde mehrere Dinge tun. Und die tu ich tatsächlich, denn ich habe so einen dreijährigen Sohn auch, der traurig ist, wenn ich nicht zum zweiten Mal bei „noch ein letztes!“ reinfalle und ausmache.

  1. Bei uns gibt es nur einmal in der Woche 20min Fernsehen. Denn zum einen ist mir aufgefallen, dass es bei mehr Einheiten für ihn umso schwerer wird und er immer öfter schauen möchte. Zum anderen ist es wohl für die Entwicklung nicht gut, in dem Alter fernzusehen. Das ist unsere Aufgabe als Eltern hier einen gesunden, für das Kind händelbaren Rahmen zu stecken. Das Kind kann es nicht leisten, vernünftig zu handeln, bei etwas so spannendem wie Fernsehen der Lieblingshelden.
  2. Gefühle nicht bestrafen. Gefühle verstehen. Wenn ich den Fernseher ausmache, dann geht für mein Kind etwas Schönes zu Ende. Wenn ich am Ende eines tollen Buches ankomme, ein fesselndes Musical zu Ende ist oder ein richtig guter Film, dann hab ich es auch, dieses Gefühl von Traurigkeit, einem kleinen Abschied. Ich breche deswegen nicht in Tränen aus oder werde sauer auf die Darsteller. Aber ich bin auch nicht mehr 3Jahre. Ich hab ein Gehirn, dass im Grundschulalter etwas ausgebildet hat, was Vernunft heißt und ich habe mit Gefühlen umgehen gelernt. Als drittes muss noch klar sein, dass meine Gefühle auch nicht so stark sind in dieser Situation, wie bei dem Kind, das sich gerade von seinen auf dem Bildschirm gerade noch im Einsatz gewesenen Helden verabschieden muss. Und nein, das ist kein Bock. Er steckt mitten in der Autonomieentwicklung. Er übt also Selbstbestimmung. Das ist nicht zu verwechseln mit einem Machtkampf. Es ist eine Entwicklungsaufgabe. Kinder wollen uns damit nicht ärgern. Wenn wir nun mit Strafe antworten, lernt es, anderen auch mit Strafe zu drohen und zu begegnen, um sich durchzusetzen. Wollen wir das?
  3. Gefühle begleiten. Wenn ich nun verstanden habe, was da tatsächlich vonstatten geht, dann bleibt nur eine logische KONSEQUENZ: Ich helfe meinem Kind, sein Erleben einzuordnen und zu bewältigen. Zumindest, wenn ich ihm beibringen möchte, mit Gefühlen umgehen zu können. Und wenn ich einen empathischen und sozial kompetenten Sohn möchte. Dann spiegel ich, was in ihm vorgeht, damit er Worte für das findet, was er gerade empfindet. Ich sage so etwas wie : „Das war so schön für dich, Paw Petrol zu sehen? Du würdest am liebsten noch weiter schauen und nun ist es schon vorbei? Bist du ganz wütend, weil ich jetzt ausgemacht habe? Vermisst du die Rettungshunde gerade? Darf ich dich trösten?“… Bei Wut versuche ich, mich und die Umgebung so zu positionieren, dass er sich und mich nicht verletzt. Aber ich bleibe da. Ich halte den Raum für seine großen Gefühle.
  4. Wenn ich keine Nerven fürs Raum halten habe? Ja wer ist schon immer geduldig und hat innerlich Ressourcen? Dann kann man schauen, ob der andere Elternteil gerade mehr Reserven hat. Ich nutze dann auch OHRSTÖPSEL, denn wenn es leiser ist, dann hilft mir das enorm, die Ruhe innerlich zu halten. Ich geh auch mal kurz aus dem Kontakt, indem ich innerlich meinen Fokus auf meinen Atem lenke, zähle oder daran denke, dass er gleich wieder zu sich kommen wird und es sich auszahlt, diesen Weg zu gehen.

Wenn wir nämlich konsequent sind im gesunde Rahmen setzen, elterliche Verantwortung tragen, empathisch Kinder verstehen und nicht mehr verlangen, als ihre Entwicklung zulässt, dann ist das Ergebnis wahrscheinlich auch eine gute Beziehung zu unseren Kindern, und eine Folgegeneration von Menschen mit Empathie und Beziehungsfähigkeit.

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Vertrauen statt Angst: Wie Geburt wieder werden kann, was sie einmal war.

Heute habe ich einen Gastbeitrag von der lieben Melanie Aring für euch. Sie beschreibt ihren Weg von einer Geburt im Krankenhaus zu einer Hausgeburt. Ich freue mich sehr, ihn mit euch teilen zu können. Denn es schreibt eine echte Mama aus ihrer realen Erlebnisweise heraus und ihre Weg ist meinem dazu auch noch sehr ähnlich!


Los gehts:

Unseren ersten Sohn habe ich in Anwesenheit von bis zu fünf Fachleuten in einem Krankenhaus zur Welt gebracht. Bei unserem zweiten Baby war ich zu Hause und habe diesen Moment ausschließlich mit ihm geteilt.

Wir haben uns heute weit von dem natürlichen Weg entfernt, wie Kinder geboren werden. Statt voller Zuversicht, entspannt, sanft und friedlich erleben viele Frauen die Geburt als beängstigend, überwältigend oder furchteinflößend. Die Angst ist inzwischen tief in unserer Kultur verankert, so dass es als normal oder sogar notwendig angesehen wird, dass Ärzte oder ausgebildete Fachleute bei der Geburt anwesend sind. Und ganz sicher gibt es Geburten, bei denen die heute möglichen Interventionen nötig oder sogar lebensrettend für Mutter und Kind sind. Es ist fantastisch, dass wir diese Möglichkeiten haben. Nichtsdestotrotz gibt es Fälle – und diese bilden aus meiner Sicht  die deutliche Mehrzahl – bei denen all diese Hilfestellungen nicht erforderlich wären, wenn die Frauen sich an ihre natürliche Kraft und Stärke erinnern würden und zu ihrem Vertrauen in sich selbst, ihren Körper und das Baby zurückfinden könnten.

Tatsächlich ist das möglich. Ich habe es erlebt. Mit der Hypnobirthing Methode von Marie F. Mongan, einem entsprechenden Seminar und 12wöchiger täglicher Vorbereitung, war es mir möglich die Ängste loszulassen und die Kompetenz zurück zu erobern, die es mir erlaubt hat mein Kind allein, geborgen und äußerst schmerzarm zu gebären.

Die Art und Weise, wie selbstbestimmt wir unsere Geburt gestalten, hat großen Einfluss auf unser Erlebnis und die Zeit danach. Je mehr wir vertrauen und uns dem natürlichen Prozess von Schwangerschaft und Geburt hingeben können, umso mehr Kraft und Selbstbewusstsein können wir daraus ziehen. Ich hatte das große Glück, an einen Frauenarzt zu geraten, der mich daran erinnert hat. Er hat mir einen entscheidenden Satz mit auf den Weg gegeben, als ich zu ihm kam, um meine Schwangerschaft bestätigen zu lassen. Ich war noch in den ersten Wochen und konnte es nicht erwarten, den Herzschlag des Babys auf dem Ultraschall zu sehen. Wir waren allerdings einige Wochen zu früh, so dass das kleine Herz noch nicht auszumachen war. Irgendwie fühlte es sich für mich noch so unwirklich an und ich sehnte mich nach der visuellen Bestätigung, dass da tatsächlich neues Leben in mir entstand. Daraufhin sah der Arzt mir in die Augen und sagte knapp: „Na, nun vertrauen sie mal ihrem Kind.“
Dieser Satz hat mich wachgerüttelt. Ja, ich wollte vertrauen. In das Kind, in mich und in die Fähigkeiten meines Körpers, dass diese Geburt leichter werden würde, als die Erste.

Dank einer Freundin, die einige Zeit zuvor mit der Hypnobirthingmethode eine wunderbare Geburt erlebt hatte, kontaktierte ich eine Hypnobirthing Kursleiterin vor Ort und fand in ihr eine wundervolle Begleiterin und wertvolle Unterstützung. Wie ich selbst, hatte sie ihr erstes Kind im Krankenhaus zur Welt gebracht und erst anschließend die Methode von Marie F. Mongan kennengelernt. Ich fühlte mich bei ihr in besten Händen und machte gemeinsam mit meinem Mann ein Seminar bei ihr. Wir erfuhren, wie eine natürliche sanfte Geburt früher ausgesehen hatte und auch heute wieder aussehen könnte. Ich verstand, wie die Angst vor Schmerzen, die Schmerzen verschlimmerte und wie das Begrüßen und Annehmen der Wehen (Wellen), das Hineinatmen, Unterstützen und Entspannen, den Schmerz linderte. Mir wurde klar, dass bei der Geburt ähnliche Hormone benötigt werden, wie sie bei der Zeugung unserer Kinder eine Rolle spielten: Endorphine, wie zum Beispiel Oxytocin oder Serotonin – Bindungshormone und Glückshormone, die zudem Stress und Schmerzen lindern. Ich begriff, dass jede Störung des Geburtsprozesses, wie z.B. die Fahrt in ein Krankenhaus, manuelle Untersuchungen, das Verwenden verstörender oder angsteinflößender Begriffe, Zeitdruck und unbekannte Menschen um uns herum, genau die Hormone blockierten, die für eine sanfte(re) Geburt benötigt werden.

Ich wollte daher dieses Mal eine Umgebung schaffen, in der ich vertrauensvoll, in Ruhe und mit den Energien und Menschen um mich herum, die ich als förderlich und angenehm empfand, mein Baby willkommen heißen konnte. Es war klar, dass ich dieses mal nicht erst irgendwo hinfahren, sondern direkt zu Hause bleiben wollte. Ich fand eine Hebamme, die unsere Hausgeburt begleiten würde und bereitete mich 12 Wochen lang mit täglichen Entspannungsübungen vor. Auf diese Weise konnte ich meinen Körper trainieren und konditionieren, mit Hilfe von Musik, Atmung und speziellen inneren Bildern immer schneller in einen Zustand der tiefen Entspannung zu finden, den ich dann auch unter der Geburt würde abrufen können. Zusätzlich beanspruchten wir zwei Hypnosesitzungen mit Corinna, bei denen unsere individuellen tiefer sitzenden Ängste aufgelöst wurden. Was mir zudem besonders gut gefiel, war die umfassende Einbindung meines Mannes als Geburtsbegleiter. So fühlte nicht nur ich mich kompetenter, sondern auch mein Mann hatte Möglichkeiten mich aktiv zu unterstützen. Geführte Meditationen, Soft-touch-Massagen und bestärkende Formulierungen, die mir Mut machen würden, gehörten zu den Modulen, die wir gemeinsam erlernten und übten. 

Als es schließlich so weit war und unser zweites Baby sich auf den Weg machte, griff ich dieses Mal also nicht zur Kliniktasche, sondern zu Teelichtern, Räucherstäbchen und der Fernbedienung für den CD Recorder. Mein Mann half mir mit einer Meditation und sanften Streicheleinheiten über die erste Angst hinweg, ob alles so klappen würde, wie wir es uns wünschten. Während er sich noch etwas ausruhen wollte (es war gerade halb elf in der Nacht), konzentrierte ich mich auf die Übungen, wendete die Atemtechniken an und konnte mich zwischen den Wellen immer wieder gut entspannen. Tatsächlich erlebte ich nur eine Wehe, die so schmerzhaft war, wie ich sie von meiner ersten Geburt kannte. Beim Versuch mich auf das Sofa zu legen, überrollte sie mich so heftig, dass ich sie nicht veratmen konnte. Sobald es möglich war, sprang ich daher regelrecht auf, um diese offensichtlich ungünstige Position zu verlassen und entschied mich stattdessen für ein warmes Wannenbad. Obwohl ich die Wellen jetzt wieder gut mit meiner Atmung unterstützen konnte, hatte ich das Gefühl, dass die Abstände sehr schnell kürzer wurden. Vorsorglich informierte ich daher unsere Hebamme, dass es wohl nicht mehr lang dauern würde und sie beschloss sich auf den einstündigen Weg zu machen.

Ich schaffte es gerade noch in die Badewanne, als ich von der ersten Geburtswelle (Presswehe) überrascht wurde. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet. Ich fühlte zwischen meine Beine und konnte deutlich die Wölbung des Köpfchens spüren, wie es sich tief in meinen Schoß drückte. Damit es jetzt nicht zu schnell gehen würde, übte ich einen leichten Druck auf die Wölbung aus. So hatte ich noch eine kurze Pause, entspannte mich wieder und ließ los. Bei der dritten Geburtswelle ging ich mit dem ganzen Körper und einem tiefen Atemzug mit und gebar um 1:41 Uhr, 45 Minuten vor Ankunft der Hebamme, unseren zauberhaften Sohn.

Es war ein unbeschreibliches Gefühl mein Baby selbst und ganz allein in Empfang zu nehmen. Endlich das Geheimnis zu lüften und als Erste zu erfahren, dass wir einen zweiten Jungen geschenkt bekommen hatten, um ihn dann auf meine Brust zu legen. Nur wir zwei und dieses überwältigende Gefühl, dass wir es ganz allein geschafft hatten. Ich war unglaublich stolz auf uns, unfassbar glücklich und zutiefst dankbar, dass wir den Start in sein Leben so himmlisch selbst gestalten konnten. Ein wahrhaftes Geburtstagsfest, wie ich es viel mehr Frauen und ihren Babys wünsche.

 von Melanie Aring

Danke Melanie, dass du diesen zauberhaften Bericht mit uns teilst!

Du möchtest auch einen Kurs, der dies alles möglich macht?
Dann ist das vor Ort in vielen großen Städten weltweit möglich. Mittlerweile gibt es Hypnobithing Kurse auch online. Google wird dir da weiterhelfen 🙂

Wenn du aus Chemnitz kommst, empfehle ich dir natürlich meinen Kurs 🙂 Und für individuelle Geburtsvorbereitung und Geburtsverarbeitung stehe ich auch online weltweit zur Verfügung.

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Schwanger und keine Schokolade? Die zuckerfreie Schokoladen- Lösung braucht nur 3 Zutaten und weniger als 5 Minuten Zeit!

In diesem etwas humorvoll getönten Blockbeitrag möchte ich die schokoladensüchtigen Schwangeren aus ihrer Schockstarre befreien, die sich einstellt, wenn sie von den Empfehlungen des Dr. Louwen (Gynäkologe, Frankfurt am Main) erfahren. Die Lösung besteht dabei aus gerade mal 3 Zutaten und ist in weniger als 5 Minuten zubereitet!

Es ist immer das gleiche Szenario. Im BiB Kurs zur ganzheitlichen Geburtsvorbereitung: Ich sitze mit den 7 Paaren im Kreis in gemütlicher, meist lockerer Atmosphäre zusammen, wir scherzen über dies und das und lernen fleißig, wie wir megacoolen Schöpferinnen des Lebens die Geburt bindungsorientiert, intuitiv, entspannt, ohne vermeidbare Schmerzen und selbstbestimmt meistern. Und dann kommen wir zu dem Punkt „Ernährung“. Da dürfen 2 Hinweise nicht fehlen:

  1. Dr. Louwen empfiehlt 6 Wochen vor der Geburt auf Zucker und Weißmehlprodukte sowie Honig zu verzichten. Dafür sind 2 Gründe zu finden: A) damit das Baby nicht übermäßig groß und schwer ist und B) weil der clevere Körper der bald Gebärenden so ca. 5 Wochen vor der Geburt mit der Produktion von Prostaglandin beginnt. Ein erhöhter Blutzuckerspiegel (durch Weißmehl und Zucker) hemmt die Produktion dieses Hormons. Wir brauchen es aber für die körperliche Geburtsvorbereitung (die Verkürzung des Muttermundes und erste Wehen). Kurz gesagt:

Zucker und Weißmehl stören
das feine Zusammenspiel der hormonellen Mechanismen der Geburt.

2. Es gibt Studienergebnisse*, die nahelegen, dass der tägliche Verzehr von 6 Datteln im letzten Schwangerschaftsmonat sich positiv auf die Geburt auswirken soll. Hier einige der Vorteile, die in 2 Studien belegt wurden: Die Frauen, die die 6 Datteln brav verspeist hatten,

  • hatten eher spontane Wehen
  • brauchten weniger Wehenunterstützung mit künstlichem Oxytocin (Wehentropf)
  • hatten eine kürzere Latenzphase (8,5 h statt 15,1 h)
  • kamen mit einem weiterem Muttermund zur Aufnahme
  • hatten signifikant häufiger eine intakte Fruchtblase zur Aufnahme

Die Gesichter sind nach diesen Informationen dann meistens in etwa gleich: ein bis zwei bleiben von dieser Botschaft unberührt. Sie ernähren sich wahrscheinlich eh schon so bewusst, dass es keine große Umstellung bedeutet. Jedoch die weit höhere Anzahl der Gesichter ist, sagen wir mal, blass. Ich habe mal versucht, ein paar Varianten von Reaktionen bildlich darzustellen. Wie würdest du gucken?

F steht für das supergeheime Geheimrezept, dass ich hier gleich mit euch öffentlich teile 🙂

Es ist, als würde ich einem Kind sein Lieblingskuscheltier wegnehmen!
Mehrere Wochen ohne Schokolade?!

Ich mach es jetzt sofort wieder gut!
Ich habe mir eine Lösung für dieses ernst zunehmende, die Psyche schwer erschütternde Problem überlegt: einen würdigen Ersatz, der beide Empfehlungen vereint und die Schokoladensucht befriedigt:

Schokoladen-Dattel-Mus!
Ob als Frühstücks-, Zwischendurch- oder Abendgruß-
zu jeder Zeit ein Höchstgenuss!

All you need is: Nussmus, Dattelsirup und Rohkakao

Hier das Rezept:

Man nehme ein Glas Nussmus pur. Ich empfehle für Karamellliebhaberinnen das etwas schlunzige Cashewmus (gibt es bei Rossmann, im dm in den Bioabteilungen oder im Bioladen deiner Wahl). Es geht aber auch Mandelmus oder Haselnussmus. Das ist schlichtweg Geschmackssache. Wichtig: Keine Zusätze, vor allem natürlich kein Zucker!

Nun öffne dieses Glas hingebungsvoll und voller Vorfreude auf den puren Schokoladengeschmack.

Nun kommt die zweite Zutat: Süße! Statt Zucker nehmen wir hierfür nun natürlich die geburtsverschönernden Datteln. Die gibt’s gleich als Sirup ohne weitere notwendige Arbeitsschritte! EInfach nach Bedarf reinlaufen lassen und umrühren.

Zutat Nummer 3 ist Rohkakao. Hier taste dich langsam ran, falls du sonst nur den zuckerhaltigen Kakao a la Nestle kennst. Auch hier gilt- rantasten, welche Dosis dir den höchsten Speichelfluss garantiert, ist die richtige. Wer es richtig schokoladig bis bitter mag, haut 5 Teelöffel ran. Wer einen Hauch von Schokonote bevorzugt, bestäubt die Nuss-Dattel-Masse mit einem Teelöffelchen Kakao. Der Rest finde sich irgendwo dazwischen ein.

Umrühren. Fertig.

Das ganze darf bei Suchtdruck sofort gelöffelt werden. Mit etwas mehr Disziplin darf es auch aufs Vollkornbrot ohne Weizen oder andere Weißmehle aufgetragen werden!

Ich wünsche viele Glücksgefühle beim gesunden Naschen und freue mich über Euer Feedback zum Rezept!

Hast du auch noch ein tolles Rezept für den Zuckerverzicht in den letzten Schwangerschaftswochen oder eine Idee, wie man täglich so viele Datteln gut in den Speiseplan aufnehmen kann, dann lass gern einen Kommentar hier!

Eure Steffi!

Psychologin rundum Bindung, Geburt, Traumaverarbeitung, Elternschaft

*Quellen: Al-Kuran O, et al.: The effect of late pregnancy consumption of date fruit on labour and delivery. J Obstet Gynaecol 2011. 31(1): 29-31. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/m/pubmed/21280989/;
Kordi M et al.: Effect of Dates in Late Pregnancy on the Duration of Labor in Nulliparous Women. Iran J Nurs Midwifery Res 2017. 22(5): 383-387. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29033994

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Das Geheimnis schmerzfreier Geburten.

Gibt es sie wirklich, die Geburten ohne Schmerzen? Muss Geburt nicht weh tun? Kann ich das wirklich beeinflussen?

Du hast eine glückliche Geburt verdient!

Diese Fragen möchte ich euch in diesem Blogeintrag beantworten.

Ob deine Geburt schmerzvoll, schmerzfrei oder irgendetwas dazwischen sein wird, kann dir keiner vorhersagen. Denn jede Geburt ist zutiefst individuell.

Zu diesen individuellen Faktoren gehören zum Beispiel

  • Meine Schmerzempfindlichkeit durch angeborene Faktoren und im Leben gemachte Schmerzerfahrungen
  • Meine Erwartungen und Überzeugungen
  • Meine Anatomie im Verhältnis zum Baby, die Lage des Babys
  • Meine hormonelle Lage unter der Geburt
  • Ob ich Angst oder Stress erlebe oder mich entspannt und sicher fühle
  • Ob ich weiß, wie ich mit dieser einzigartigen Situation umgehen kann oder mich hilflos und ausgeliefert fühle
  • Ob ich Wertschätzung und Respekt erfahre oder nicht
  • Ob ich gut unterstützt werde oder nicht
  • Meine Vorerfahrungen
  • Die Erwartungen und Überzeugungen anderer Anwesender

Ich denke, es wird schnell klar, dass diese vielfältig zusammenwirkenden Faktoren nicht alle beeinflussbar sind. Doch nun die guten Nachrichten:

  1. Studien belegen, dass es weit wichtigere Faktoren als die Schmerzstärke gibt, die darüber entscheiden ob eine Frau mit ihrer Geburt glücklich ist. Die erlebte Selbstbestimmung, also ob sie in Entscheidungen einbezogen wurde oder nicht, ist eines dieser Kriterien.
  2. Viele der individuellen Faktoren aus der Liste oben lassen sich durchaus sehr gut beeinflussen. Und wie das geht, kann jede Frau lernen. Dabei helfen uns die Erkenntnisse der Schmerzpsychologie und andere sogenannte nicht-medikamentöse Methoden zur Schmerzbeeinflussung. Allein unsere kulturell geprägte Erwartung zum Geburtsschmerz hat einen signifikanten Einfluss auf den tatsächlichen Schmerzmittelkonsum unter der Geburt. Dahinter stehen Erwartungseffekte. Sehr bekannt ist der Placeboeffekt. In unserem Beispiel ist es der Noceboeffekt- ich erwarte, dass es weh tut, also interpretiert unser Gehirn eingehende Signale von den an der Geburt beteiligten Strukturen eher Schmerz als bei jemandem, der davon überzeugt ist, dass Geburt nicht mit Schmerzen einhergeht. Hinzu kommt, dass die Schmerzerwartung wahrscheinlich mit einer gewissen Anspannung, wenn nicht sogar Angst einhergeht. Das Gefühl Angst übersetzt sich über Regelkreise im Gehirn in muskuläre Anspannung, setzt Stresshormone frei und greift so in das Geburtsgeschehen ungünstig ein. Dadurch wird nämlich beispielsweise die Ausschüttung unserer körpereigenen Schmerzmittel, welche das Morphium in ihrer Wirkstärke sogar toppen, gebremst. Diese Endorphine wirken am besten, wenn wir uns wohlfühlen und entspannt sind. Wenn wir also eine Wohlfühlumgebung schaffen, eine sichere und leicht abrufbare Entspannungsmethode beherrschen und unser Mindset gut programmieren, sind das 3 wesentliche Voraussetzungen für die Vermeidung unnötiger Schmerzen. Also denjenigen Schmerzen, die durch gute Vorbereitung vermeidbar sind. Auch empfehle ich, belastende Vorerfahrungen (Geburtstraumata) vor einer erneuten Schwangerschaft zu verarbeiten.

Um die Eingangsfragen zu beantworten hier eine kurze Zusammenfassung: Ja, es gibt Frauen, die ihre Geburten schmerzfrei erleben. Nein, sie muss nicht zwingend weh tun. Ja du kannst die Schmerzstärke ohne Medikamente beeinflussen. Nein, es gibt keine Garantie für Schmerzfreiheit, weil die Geburt von sehr vielen, teils unbeeinflussbaren Faktoren abhängt. Viel wichtiger als der Schmerz ist, ob du dich gut unterstützt, orientiert statt hilflos und selbstbestimmt fühlst.

Die wichtigsten Zutaten für gutes Gelingen sind Entspannung, ein natürlich- positives Mindset, Tools (wie kann ich mir selbst helfen), Wissen und ein Wohlfühlesetting mit bedürfnisorientierter Unterstützung. (All das ist natürlich im BiB Kurs enthalten!)

Wenn du Fragen hast zur Geburtspsychologie, die ich in einem Blogbeitrag beantwortet soll, schreib gerne eine Email oder hier in die Kommentare.

Wenn du deine Geburtskraft entfalten möchtest, kannst du gerne in meinen Angeboten stöbern…

Herzliche Grüße, Steffi Reimer

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TRAUMgeburt nach GeburtsTRAUMA? Wie geht das?

„Das mache ich auf keinen Fall noch einmal“

Da war ich mir sicher! Nie wieder schwanger sein und vor allem nie wieder Wehen, Schmerz, ausgeliefert sein, Angst, ausstehen und dann ein Schreikind… Auf keinen Fall. Das waren meine Schlussfolgerungen aus meiner ersten Geburtserfahrung. Trauma hätte ich es nicht gleich nennen können, trotz meines fachlichen Hintergrundes. Ich saß da mit diesem (meinem?) Baby, unterdrückte die Tränen und schaltete auf Funktionsmodus. Die Schreie der drei anderen Frauen, die in meinen 30 Stunden Wehen alle ihre Babys geboren hatten, hallten auch noch in meinem Kopf, als ich schon zu Hause war. War ich traumatisiert?

Woran erkenne ich eigentlich ein Trauma? Wichtig zu wissen: Ein Trauma ist ein Erlebnis außergewöhnlicher Bedrohung, das bei fast jedem ein Gefühl tiefer Verzweiflung, Angst oder Hilflosigkeit auslösen würde. Doch diese Definition ist fragwürdig. Viel entscheidender ist, ob ich während des Erlebnisses verzweifelt bin, mich ausgeliefert und hilflos fühle oder starke Angst, oder?

Aber sind solche Geburten nicht normal? Ungeahnte Schmerzen, „über die eigenen Belastungsgrenze kommen“, allein gelassen werden, „reißen sie sich zusammen!“, Angst, Wehentropf ohne Einverständnis. Die Zahlen für erlebte Gewalt unter der Geburt ist erschreckend hoch.

In meiner Tätigkeit als Geburtsverarbeitungspsychologin berichten mir Frauen meistens eins oder mehrere der folgenden „Symptome“:

  • Sie versuchen möglichst nicht über die Geburt zu sprechen, an sie zu denken und vermeiden es auch, den Ort wieder aufsuchen zu müssen
  • Sie unterdrücken Ihre Tränen und Traurigkeit.
  • Sie fühlen sich als schlechte Mutter, Versagerin und Schuldgefühle quälen sie.
  • Wenn eine erneute Schwangerschaft ansteht, klopft die Angst an.
  • Sie sind gereizter als früher, vielleicht schreckhafter, haben Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, vielleicht gibt es sogar Wutausbruche.
  • Bilder oder kleine Filmsequenzen der Geburt können sich ungewollt aufdrängen, am Tag und in Form von Alpträumen.
  • Wenn andere Frauen von ihren Geburten berichten, beschleicht oder übermannt sie ein ganz unangenehmes Gefühl und die wollen am liebsten aus der Situation fliehen.
  • Gefühle des Mutterglück lassen auf sich warten.

Ich war wie gesagt irgendwie am Funktionieren. Mein Kind war eine Mischung aus high need Baby, hochsensibel und Schreibaby. Fast 9 Jahre später bin ich stolz auf das, was ich damals geschafft habe. Damals hatte ich Zweifel an mir: hatte ich meiner Tochter mit meiner Angst vor der Geburt einen gesunden Start ins Leben versaut? War der Kaiserschnitt meine Schuld?

Irgendwann wusste ich, dass ich diese Geburt verarbeiten muss und will. Für mich, für mein Kind, für unsere Beziehung, um eine bessere Mama sein zu können, um von meiner vorschwangerschaftlichen Ausgeglichenheit wieder etwas zurück zu bekommen. Und der Schritt fiel mir sehr schwer. Ich suchte mir eine kompetente Kollegin (Verhaltenstherapeutin mit Zusatzqualifikation in Hypnose und EMDR) und stellte mich meinen Gefühlen, meinen Gedanken, meinen Erfahrungen.

Und es änderte sich… wieder mehr Ruhe, mehr Geduld, eine neue Sichtweise auf das Erlebte. Frei von Schuldgefühlen. Ich wollte deswegen immer noch kein zweites Mal gebären. Doch ich wurde schwanger. 6 Jahre später. Und nun erwachte eine feste Vornahme in mir.

„Diesmal muss es besser werden. Diesmal bereite ich mich vor. Vor allem psychisch.“

Ich suchte Antworten auf die Fragen: Kann ich das Geburtserlebniss beeinflussen? Wie kam es zu dem Geburtsstillstand? Was braucht eine Geburt im Allgemeinen und was brauche ich, damit sie möglichst kurz, angenehm und selbstbestimmt ablaufen kann. Und ich fand so viel mehr Antworten als ich erhofft hatte. Ich entwickelte eine Methode, um mich zu entspannen, nutzte meine eigenen Affirmationen, baute Wissen über die Geburt auf und blieb laaaange zu Hause. Diese Geburt war meine persönlich weltbeste Geburt. Ich bestimmte über mich, ich war verbunden mit meinem Baby und in den Armen meines Mannes geborgen. Ich vertraute meinem Körper und der Natur und meiner Intuition. Ich tönte wie eine Löwenmutter die mich durchrollende Geburtskraft ohne Scham, aber voller Überraschung hinaus. Ich spürte sogar das Babyköpfchen. Bis es sich nicht mehr weiter bewegte. Trotz urkräftiger Wellen, trotz Positionswechsel. Irgendwann wusste ich, wir brauchen Hilfe. Und die gab es auch. Und diesmal war es ein für mich nachvollziehbarer Kaiserschnitt. Nichts, wofür ich mich schämen muss. Ich hatte alles getan, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. Die erste Untersuchung im Krankenhaus war also mit vollständig geöffnetem Muttermund und das erste Mal, dass ich einen Schmerz empfand. Die Ärztin war vom eher robusten Typ. Ich sah mein Baby gleich nach der Bauchgeburt, hörte den ersten Schrei und verliebte mich in ihn beim ersten Anblick. Ich war glücklich und bin es bis heute. Meine Beckenanatomie hatte mich zu den wenigen Frauen gemacht, die der Geburtsmedizin sehr dankbar sein darf. Ich bin dankbar, den Unterschied zwischen einer herkömmlichen und einer psychologischen/ mentalen Geburtsvorbereitung erlebt zu haben. Immerhin 5 statt 30 Stunden Wehen. Kein Schmerz statt unerträglicher Schmerz. Selbstwertgefühl statt Schuld und Scham. Jede Geburt ist zutiefst individuell. Jede Frau hat schließlich ihre ganz eigene eigene (kein Fehler!) Geburt, ganz eigene Anatomie, ganz eigenes Schmerzempfinden, findet unterschiedliche Arten zu Tönen hilfreich oder versinkt sich in Stille, tanzt oder singt lieber, ist lieber im Wasser oder an Land. Die eine entspannt sich mit Atmung, die andere über Hypnose, die dritte meistert ihre Wellen in Achtsamkeit, die vierte über den Kopf mit Affirmationen.

Aber drei Dinge sind unabdingbar für eine Traumgeburt nach einem Geburtstrauma:

  1. Die Verarbeitung der Traumafolgen.
  2. Wissen (was brauche ich, wen brauche ich, wo fühle ich mich sicher und geborgen)
  3. Fähigkeiten (entspannen, vertrauen, intuitiv handeln oder auch zulassen, loslassen, mitgehen)

Für mich sind diese Erfahrungen so prägend gewesen und ich sehe auch, wie der Start ins Leben meine Kinder für ihr Leben geprägt hat, dass ich den unbändigen Drang verspürte, für andere Frauen ein Angebot zusammenzustellen, dass ihnen meine unangenehmen Erfahrungen erspart oder sie genau da abholt, wo ich auch mal stand. Mit Verständnis, Wertschätzung und dem fachlichen Werkzeug im Kopf gründete ich daher BIRTHinBALANCE mit einer Weiterentwicklung der Hypnobirthing Methode, mit unkomplizierter und schneller Hilfe nach traumatischen Geburten und Möglichkeiten, das auch online zu machen. Anfangs hatte ich da Zweifel, denn ich hatte Erfahrung mit Psychotherapie in Kliniken, im ambulanten Setting, aber online? Sollte das funktionieren? Viele Sitzungen später online und vor Ort kann ich diese Sorgen beruhigt abhaken. Die Frauen haben bisher einstimmig Ihre Ziele erreicht und können unbeschwert über ihre Geburten sprechen, sich auf neue Schwangerschaften einlassen und Schuldgefühle hinter sich lassen. Die letzte Email nach dem letzten BiB Kurs zur Geburtsvorbereitung hat mich bedonders berührt. Eine Frau, die ihr erstes Kind durch Kaiserschnitt entband und wegen Beckenendlage beinahe wieder auf die Erfahrung des Gebärens hätte verzichten sollen. Sie berichtete von einer glücklichen Geburt im Geburtshaus. Nicht schmerzfrei, aber superglücklich und selbstbestimmt. Eine Erstgebärende schrieb von ihrer zweistündigen Geburt in Entspannung. Und ich bin so happy, dass ich die BiB Methode nun dieses Jahr zum ersten Mal als Ausbildung anbieten kann! Mehr Kursleiter bedeuten nämlich auch mehr Frauen, die vor Ort Zugang haben zu den wertvollen Techniken in eine glückliche Geburt–ob mit oder ohne Schmerzen, ob laut oder leise ❤️😊❤️

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HypnoBirthing Kursleiterausbildung 2020? BiB Kursleiter werden

Steffi Reimer, Diplom-Psychologin

Ob Hypnobirthing, Positive Birth, das etwas spirituellere FlowBirthing und wie sie alle heißen- sie alle haben ein Ziel: Frauen zu einem möglichst positiven, selbstbestimmten Geburtserlebniss aus eigener Kraft begleiten. Es gibt einige große und kleine Nuancen zwischen den Konzepten. Zum Beispiel ob der Kurs nur für Frauen oder für Paare ist, ob die Ausrichtung eher spirituell oder fundierter ist. Bei all der Auswahl hatte ich mich 2018 entschieden, mich in dem Urkonzept dieser Methoden ausbilden zu lassen. Ich fand 2 Ausbildungswege- direkt bei der HBGE (Hypnobirthing Gesellschaft Europa) und bei einem Institut in Deutschland, wo der Preis entschieden höher (2600€ zu 1500€), der Unterschied zwischen den Ausbildungen jedoch nicht allzu groß schien. Eher eine Kopie mit Änderungen, so schien es mir bei der Lektüre beider Bücher. Also entschied ich mich für das Original nach Marie Mongan bei der HBGE.

Und ich habe das nicht bereut. Sydney Sobodka hat uns damals in Berlin 4 Tage lang eine didaktisch gute und abwechslungsreiche Ausbildung geboten. Es ging viel um Hypnose und wir lernten die Kursinhalte kennen. Es war eine angenehme Atmosphäre. Erst im Nachhinein merkte ich, dass bis zur Umsetzung des Vermittelten in Form eines eigenen Kurses viel Arbeit auf mich wartete. Sehr viel. Durcharbeiten, auswendig lernen und hier und da hatte ich so meine Schwierigkeiten, mich an das vorgegebene Konzept zu halten. Ich bin Diplom-Psychologin und habe ein paar Jahre in der Schmerztherapie gearbeitet. Nachdem ich auch noch die Grundausbildung in Hypnose gemacht hatte, bemerkte ich, dass dieses Konzept einfach schon an einigen Stellen zu alt ist und in den Jahren seit 1990 kein Update mehr erfuhr. Das biss sich mit meinem Anspruch, Frauen von neuen Erkenntnissen profitieren zu lassen. Über die verschiedenen Kurse hinweg, nach vielen von Teilnehmern ausgefüllten Feedbackbögen und Geburtsberichten, nach vielen Sitzungen mit Mamas zur Geburtsverarbeitungen (nicht nach meinem Kurs) und immer mehr Hinzupacken von neuen, wissenschaftlich als wirksam bestätigten Methoden und Weglassen von Tools, die die meisten als unbrauchbar erlebt hätten, bemerkte ich, dass ich vom ursprünglichen Konzept ein ganzes Stück weggekommen war. Ich möchte Geburt als ganz buntes Erlebnis von schmerzhaft bis orgasmisch, von leise bis inbrünstig laut vermitteln, die Intuition jeder einzelnen Frau herauskitzeln, auf dem aktuellen Stand der Erkenntnisse arbeiten, das Paar und die Familienbindung stärker betonen und das wertvolle Tool der Achtsamkeit einbauen. Das sind nur einige Beispiele von einer langen Liste von Veränderungen, die sich aus Wissenschaft und Praxis seit meiner Ausbildung zur Hypnobirthing Kursleiterin ergeben haben. Auch gefiel es mir nicht dass ich für jedes Kurspaar die Hypnobirthing Bücher bestellen musste. Nur dazu gab es dann den Link zu den Audios für jedes Elternpaar. Alles für mich persönlich zu kompliziert und mit weiteren Kosten verbunden. Ich habe mich dann entschlossen, mich nicht rezertifizieren zu lassen. Ich überarbeitete den Kurs, entwickelte ein Audio zum Kurs, indem mehr Tools mit weniger Zeitaufwand trainiert werden können und ein Audio, das die Gebärende mit in die Geburt nimmt und dank eingebauter Anker so viel leichter alle wichtigen Techniken von Entspannung, Imagination, Achtsamkeit, Teamwork mit dem Baby bis zu den Atemtechniken tatsächlich anwenden kann.

Und in einem nächsten Schritt wollte ich nun eine Ausbildung schaffen, die qualitativ hochwertig ist, sich mit einem bestehendem Berufsleben und Kindern vereinbaren lässt und die für mich unschönen Aspekte meiner Ausbildung durch gute Alternativen ablöst.

Dabei herausgekommen ist eine Mischung aus Online Videos für die Wissensvermittlung, kombiniert mit einem Präsenzwochenende für die Kurspraxis. Ich möchte, dass die Teilnehmerinnern danach ihren ersten Kurs halten können und die dabei aufkommenden Fragen in einer individuellen Supervision geklärt werden können. Ich möchte, dass wir als eine Gemeinschaft von Frauen für Frauen und werdende Papas zusammenwachsen. Das Konzept soll auch zukünftig von neuen Erkenntnissen, Kursleitererfahrungen und Teilnehmerfeedbacks bereichert werden.

Wenn auch du Teil dieser Gemeinschaft zur Verbesserung der Geburtserfahrung, der Stärkung der Frauen und für sanfte Starts ins Babyleben sein möchtest, dann kannst du deine Bewerbung ab sofort an Steffi Reimer von BIRTHinBALANCE senden.

Werde zertifizierte BIRTHinBALANCE Kursleiterin! Hier mehr erfahren.

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Was gibt es Schöneres?

Ich bin nun seit ein paar Monaten auf diesem Weg unterwegs… der Weg, der meine Berufung noch einmal herzzentrierter werden ließ.

Der Weg, auf dem Wissenschaft, Studium, Ausbildung, Weiterbildung und Herz sich an die Hände nahmen, um etwas Neues zu formen.

Der Weg, den ich wie eine unsichtbare, aber spürbare Strecke vor mir auftut und der seine wunderschöne Gestalt mit jedem Schritt sichtbar werden lässt.

Es ist die Vereinigung von Wissen und Seele, von Herz und Kopf und es kann nur richtig sein, wenn in so kurzer Zeit ein Stein ins Rollen kommt und so viele nach sich zieht, dass daraus schon eine kleine Brücke gebaut werden könnte.

Es ist die Brücke über den Fluss, der den Übergang zwischen meinem Leben vor dem Mut und die Fortsetzung dieses Lebens nach dem Mut kennzeichnet.

Und die Belohnung für diesen Mut: die ist weit ab von monetären Gütern einfach unbeschreiblich.

Hier ein kleiner Einblick von Feedbacks, die meine KlientInnen öffentlich gemacht haben:

Das ist für mein Herz und meine Seele so viel mehr Wert, als einfach arbeiten gehen, um Äpfel kaufen zu können.

Ich bin so beseelt von diesen tiefgehenden Herzensmomenten in meinen Kursen und Coachings.

Und es ist etwas dran, ihr Lieben: Wenn du deinen eigenen, deinen ganz persönlich richtigen Weg gehst, d a n n geht etwas Magisches von dir aus und zieht wie ein Magnet andere stimmige Puzzelsteine an.

So durfte ich im Podcast Mutterinstinkt ein Interview geben.

Ich habe im unerzogen Magazin einen Artikel zum Geburtsschmerz geschrieben.

Ich bin eingeladen worden, um im kommenden Jahr auf einem bindungsorientierten Familienfestival Workshops anzubieten…

In meinem Kopf sprudeln viele Ideen, die auf ihren Moment Zeit warten, um ins Leben geholt zu werden.

Die Erfolgsquote von Geburten im Glücksrausch mit den BiB Methoden liegt bei 90% … mehr geht nicht! Das zeigt, dass die BIRTHinBALANCE Methode, die neben Hypnobirthing die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu schmerzarmen, glücklichen und sicheren Geburten der letzten Dekaten integriert… das volle Potenzial weiblicher Geburtskraft freisetzen kann.

Es hat sich aber auch gezeigt, dass es gewisse Voraussetzungen braucht, damit es gelingt:

1. Im Kurs oder Coaching braucht es Bereitschaft, ins eigene Herz zu gehen und sich auf die Meditationen und Übungen einzulassen.

2. Frauen müssen die Verantwortung für ihre Geburt selbst übernehmen und sich von dem Gedanken, dass das Krankenhauspersonal diese Verantwortung für sie tragen kann, verabschieden.

3. Üben: umso regelmäßiger, umso besser!

Wenn dann das Schicksal dir hold ist und du nicht zu den 5-10% Frauen gehörst, bei denen die Medizin dein Helfer in der Not werden muss, dann darfst du deine beste Geburt im Glücksrausch erleben.

Und wenn nicht, dann kann ich nur empfehlen, das Erlebte sanft heilen zu lassen… mit der Zeit, der Liebe oder mit mir natürlich 🙂

Und auch meine KlientInnen, die wegen ganz anderer Themen zu mir kommen, berühren und bereichern mich jede auf ihre ganz eigene Weise.

Und inzwischen hat auch mein Audiotraining zur mentalen Geburtsvorbereitung zur Revolutionierung des allzu angstbesetzten Geburtsimages beigetragen. Die Mamas beschreiben mir in Emails ihre tollen, heilsamen und kraftvollen Geburtsreisen.

Großer Dank gilt hier meiner lieben Freundin Ulli, die mit ihrem Piano einen Anker komponiert hat, der im Audio den Abruf der erlernten Entspannung und Techniken im Moment der Geburt noch viel schöner und leichter macht.

In tiefer Dankbarkeit an meinen Mut und meine KlientInnen sowie alle, die mich auf diesem Weg unterstützen!

Steffi Reimer

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Resümee – ist Geburt beeinflussbar?

Es ist Zeit für einen kleinen Zwischenbericht. Nachdem ich nun mit den verschiedenen Angeboten von Kursen und Einzelcoachings bereits einige Frauen und Paare in und nach ihren Schwangerschaften begleiten durfte, möchte ich Euch an den Rückmeldungen teilhaben lassen.

Erstmal ganz grundsätzlich: ja, es funktioniert nicht nur bei mir! Die Geburtsvorbereitung, sofern sie gut ist, ist ein entscheidender Faktor für das Erlebnis Geburt. Hier also ein paar Zitate von meinen TeilnehmerInnen:

Entspannung, Bindung, Intuition und Vertrauen.

“Ich bin so glücklich, damals deinen Flyer gefunden zu haben und diesen Fünkchen Hoffnung, dass ich meine Geburt beeinflussen kann, ernst genommen habe. Auch wenn ich es mir noch nicht wirklich vorstellen konnte.“


“Schade, dass der Kurs schon vorbei ist. Das ist so eine entspannte Auszeit vom Alltag.“


“Ich fühle mich total gestärkt und bin ins Selbstvertrauen gekommen.“


“Ich weiß jetzt, wie ich meine Frau unterstützen kann und muss nicht wieder so passiv und blöd daneben stehen und hilflos den Geschehnissen zusehen.“ (ein Papi)

Gemeinsam Geburt erleben und gestalten.


“ Das war die beste Investition des letzten Jahrzehnts für uns!“

“Das musst du dir patentieren lassen!“ -> Erkläre ich dir natürlich, diese Aussage meines letzten Exklusivkurspaares: mein Angebot basiert auf dem Hypnobirthingkonzept von Marie Mongan und ist somit zigtsausendfach bewährt bis ins englische Königshaus. (Kate gebar mit dieser Methode). Daher hören meine Eltern von mir im Kurs manchmal folgenden Satz: “Das ist jetzt nicht Hypnobirthing original, das ist von mir.“ Dabei handelt es sich um Wissen und Methoden aus der Schmerzpsychologie und Psychotherapie. Zum Beispiel erlebt ihr bei mir die vorgeburtliche Bindung nochmal tiefer und intensiver als im Original und die Möglichkeiten der Schmerzbeeinflussung sind auf den Stand der gegenwärtigen Forschung aktualisiert. Das tut einfach Not aus meiner Sicht, wird aber von den Hüterinnen der Hypnobirthingmethode bislang nicht angestrebt.

Ein Problem, das mir begegnet und das ich nicht verheimlichen möchte (denn Transparenz ist mein Anspruch) ist, dass die Mamas sich zu wenig Zeit nehmen, um die Übungen zu vertiefen. Das liegt oft daran, dass bereits Kinder da sind oder sie zu der Sorte Helfermenschen gehören, die auf ihrer ToDo Liste selbst ganz unten stehen. Zum einen möchte ich Euch ermutigen, euch selbst einen höheren Stellenwert in eurem Leben zu geben. Ihr dürft euch genauso viel Wert sein, wie andere. Und wenn das nicht geht, dann sorgt für euch, um für die anderen wirklich präsent sein zu können. Eine Auto fährt auch nur, wenn es betankt ist und auch wenn diese Analogie etwas blechern ist, sie trifft es auf den Punkt. Für wen das zu schwer ist, gibt es noch meine miniMAX-AUDIO Methode. Eine Audio mit 10Techniken zur Geburtsvorbereitung. All inklusive könnte man fast meinen. Sie ist natürlich nicht so umfangreich im Wissensaufbau wie 12 Stunden Kurs mit Erklärungen und Übungen. Diese Variante ist gedacht für die Frauen, die mehr Zeit nicht aufbringen können oder wollen und dennoch nicht an Intensität der Übungstiefe einbüßen wollen.

Eine Mama, die sich selbst vergisst, vergisst 2Dinge: 1.Ihre Kinder lernen an ihrem Vorbild. 2.Ihr Akku wird schwach werden.

Das Audio gibt es als allgemeine Variante oder in Kombination mit einem Einzelcoaching- dann bekommst du ein Audio, das ganz auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mehr dazu unter Einzelcoaching in meinen Angeboten.

Ein anderes Thema, das mir begegnet sind die -sagen wir mal- immer noch auftretenden suboptimalen Erfahrungen, die Paare unter der Geburt in Krankenhäusern machen müssen. Allein gelassen, wie ein Objekt behandelt, abfällige Bemerkungen statt Unterstützung beim Stillen… nein ich möchte weder global urteilen noch Angst oder Vorurteile schüren. Denn es gibt ja zum Glück auch vieeele superfachkompetente und sozial kompetente Menschen im Spital. Das Problem: vorher weiß man ja nicht, wem man da begegnet. Und die lieben Hebammen leiden auch unter dem Verhalten ihrer kratzbürstigen Kolleginnen. Am Ende schadet dies dem Ruf der ganzen Station. Nun ist die Entspannung der Gebärenden jedoch Voraussetzung für eine angenehme und reibungslose Geburt. Warum? Wegen der Hormone. Stresshormone stören die Geburtshormone beachtlich und hemmen beispielsweise die Wehentätigkeit oder die Entspannung der Gebärmuttermuskulatur, die den Weg frei geben muss für das Baby. Diese Ringmuskulatur erschwert die Geburt und es wird unnötig schmerzhaft, wenn die Mutter sich nicht entspannen kann. Daher möchte ich die Möglichkeit einer Beleghebamme erwähnen. Dann weiß FRAU, woran sie ist. Dann können Wünsche, persönliche Besonderheiten u.ä. schon vorher besprochen werden und die Hebamme ist wirklich für euch und nicht noch parallel für andere da. Die Wissenschaft hat längst gezeigt, dass diese Kontinuierliche Begleitung von Anfang bis Ende durch eine Hebamme die WERTVOLLSTE Möglichkeit ist, Geburt sicher, natürlich und angenehm werden zu lassen.

Diese und viele andere Zusammenhänge erkläre ich euch im Kurs. Denn soziale Faktoren, biologische Prozesse und unser Erleben sind untrennbar. Daher ist es clever, diese Zusammenhänge zu kennen und für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Mach deine Geburt zu deiner Traumreise! 90% hast du in der Hand! Und auf die 10%Prozent Schicksal bereite ich dich auch noch vor. Oder eben nach.

Herzlichst, Steffi